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Deutscher Buchpreis 2013 geht an Terézia Mora

Archivmeldung vom 08.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Terézia Mora (2010)
Terézia Mora (2010)

Foto: User:Amrei-Marie
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die ungarische Schriftstellerin Terézia Mora für ihren Roman "Das Ungeheuer". Die Autorin vereine "hohes literarisches Formbewusstsein mit Einfühlungskraft", begründete die Jury ihre Entscheidung. Das Werk sei "ein stilistisch virtuoser, perspektivenreicher Nekrolog und eine lebendige Road-Novel aus dem heutigen Osteuropa" sowie "ein tief bewegender und zeitdiagnostischer Roman." Der Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die Begründung der Jury im original Wortlaut: "Ein schwarzer Strich zieht sich durch den Buchtext von Terézia Moras Roman 'Das Ungeheuer'. Er teilt die Geschichte von Darius Kopp und Flora. Sie waren ein Ehepaar, er ein Jedermann, der seine Frau mehr als alles, aber heillos liebte und überfordert war von ihrer Krankheit, ihren Depressionen. Flora hat Selbstmord begangen. Kopp bleibt zurück mit ihrer Asche in einer Urne und einer Datei, in der die Ungarin Flora Tagebuch über ihre Krankheit führte. Er macht sich auf den Weg durch Osteuropa von Ungarn nach Kroatien, nach Albanien und immer weiter bis er schließlich in Griechenland strandet, auf der Suche nach einer Heimat für die Asche und seine Verzweiflung. 'Das Ungeheuer' ist ein stilistisch virtuoser, perspektivenreicher Nekrolog und eine lebendige Road-Novel aus dem heutigen Osteuropa. Terézia Mora findet eine radikale Form, der verstorbenen Flora und ihrem Leiden, das sie Darius nicht mitteilen konnte, eine Stimme zu geben. Ihre Tagebuchdatei ist parallel zur Reiseerzählung von Darius unter dem schwarzen Strich zu lesen, ein Mosaik autobiografischer und medizinischer Skizzen zur Depression. Als Schriftstellerin gelingt es Mora, zwei Charaktere, die sich im Leben verfehlten, und zwei Textformen miteinander in Verbindung zu setzen. Terézia Mora vereint hohes literarisches Formbewusstsein mit Einfühlungskraft. 'Das Ungeheuer' ist ein tief bewegender und zeitdiagnostischer Roman."

Die fünf Finalisten, gegen die Mora sich durchsetzen konnte, Mirko Bonné, Reinhard Jirgl, Clemens Meyer, Marion Poschmann und Monika Zeiner, erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2013 gehören an: Helmut Böttiger (freier Kritiker, Jury-Sprecher), Katrin Lange (Literaturhaus München), Ursula März (Die Zeit), Jörg Plath (freier Kritiker), Andreas Platthaus (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Klaus Seufer-Wasserthal (Rupertus Buchhandlung, Salzburg, Österreich) und Claudia Voigt (Der Spiegel).

Mit dem Buchpreis zeichnet die Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den nach Ansicht der Jury besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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