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Schauspieler Ryan Gosling: "Ich fühlte mich müde, verbraucht, uninspiriert"

Archivmeldung vom 05.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ryan Gosling bei der Premiere von Gangster Squad in Hollywood (2013)
Ryan Gosling bei der Premiere von Gangster Squad in Hollywood (2013)

Foto: Tom Sorensen
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der kanadische Schauspieler Ryan Gosling hat mit dem Gedanken gespielt, seine Hollywood-Karriere zu beenden. "Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass die Schauspielerei für mich ausgereizt war", sagte der 34-Jährige im Interview mit dem Business-Lifestyle-Magazin 'Business Punk' (Ausgabe 3/2015). "Ich fühlte mich müde, verbraucht, uninspiriert. Und vor allem hatte ich den ganzen Business-Aspekt ziemlich satt." Zum Filmemachen zurückgebracht habe ihn die Möglichkeit, mit 'Lost River' seinen ersten eigenen Film machen zu können, der seit Ende Mai in den deutschen Kinos läuft.

Dass sein Debut als Regisseur von vielen Kritikern zerrissen wurde, habe ihn zwar getroffen, doch in solchen Fällen gehe es darum, nach vorn zu schauen. "Als Künstler steht man in der Öffentlichkeit doch immer auf dem Prüfstand", erklärte Gosling. "Wenn man negative Kritik nicht aushält, ist man im Film-Business fehl am Platz."

Auf die Frage, inwieweit Gosling in 'Lost River' seine eigene Biographie verarbeitet, entgegnete der Kanadier: "Nichts von dem, was im Film passiert, ist mir in meinem Leben widerfahren." Aber während des Drehbuchschreibens und Filmens habe er sich oft daran erinnert, wie er sich als Kind gefühlt habe. "Viel von diesen Ängsten und Unsicherheiten, aber auch vom Staunen über die Welt, ist in diesen Film mit eingeflossen."

Generell könne man an seinen Ängsten wachsen - "aber auch ins Bodenlose abstürzen". Im 'Business Punk'-Interview erinnerte sich Gosling: "Als Teenager war ich viel zu jung und zu dumm, um Angst zu haben. Ich habe mich damals eben ausprobiert. Fehler gemacht, herumgealbert. Ohne Konsequenzen. Das ist das Glück der Jugend." Das Reflektieren über das, was er beruflich machen wolle, habe erst viel später eingesetzt. "Und damit kamen dann auch die Probleme. Denn wenn man zu viel über etwas nachdenkt, kann man sich auch selbst den Wind aus den Segeln nehmen."

Quelle: Business Punk, G+J Wirtschaftsmedien (ots)

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