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Joachim Umbach: "Mit Verlogenheit wird man die Zeitungskrise nicht meistern"

Archivmeldung vom 04.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Margot Kessler / pixelio.de
Bild: Margot Kessler / pixelio.de

Auf heftige Kritik stößt die geplante Zusammenarbeit von "Rheinische Post" und "NRZ". Der erfahrene Medienmanager Joachim Umbach wirft den Verlagen "Verlogenheit" vor.

Erst in der vergangenen Woche hatten die Funke und die RP Mediengruppe offiziell mitgeteilt, wie sie sich die Gebietsaufteilung an Niederrhein, in Duisburg und in Düsseldorf vorstellen.

"Nachrichtenaustausch sichert Meinungsvielfalt", heißt es dazu euphorisch in der Funke-Presseaussendung. Aber wo soll tatsächlich Meinungsvielfalt herrschen, wenn in allen Blättern die selben Beiträge erscheinen?

Joachim Umbach, Jahrgang 1948, hat seine journalistische Bilderbuchkarriere bei der NRZ als stellvertretender Lokalchef in Düsseldorf gestartet. Umbach hat sich danach erst bei der "NRZ" hochgearbeitet, er war Ressortleiter Wirtschaft, dann Stellvertreter des legendären NRZ-Chefredakteurs Jens Feddersen, bevor er über viele Jahre als Chefredakteur die "Schwäbische Zeitung" prägte. Ende 2013 verabschiedete er sich von Schwäbisch Media, deren Mediendirektor er zuletzt war.

In einem Gastbeitrag für den Branchendienst Newsroom.de findet Joachim Umbach deutliche Worte. Für ihn ist der weitere "Niedergang der NRZ" absehbar.

Umbach kritisiert: "Was mich an der aktuellen Entwicklung am meisten ärgert, ist, dass die Geschäftsführung selbst in dieser Situation es versäumt, Klartext zu reden und schreiben. Das Geschwurbel der offiziellen Erklärung zur Kooperation NRZ/RP ist unerträglich. Da wird so getan, als hätten diese wirtschaftlichen Notwendigkeiten, die es sicher gibt und die ich gar nicht leugne, gar keinen Einfluss auf das publizistische Angebot. Und das wird wider besseres Wissen behauptet."

Für den erfahrenen Medienmanager Joachim Umbach steht fest: "Mit Verlogenheit wird man die Zeitungskrise nicht meistern."

Quelle: Medienfachverlag Oberauer GmbH (ots)

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