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Soulsängerin Joy Denalane beklagt Rassismus und Sexismus im Popgeschäft

Archivmeldung vom 04.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joy Denalane (2019)
Joy Denalane (2019)

Foto: joergens.mi
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Berliner Soulsängerin Joy Denalane (47) hat in ihrem Leben schon viele Erfahrungen mit Rassismus gemacht. "Ich bin schon oft diskriminiert worden wegen meiner Hautfarbe. Das ist eine Verletzung, an die man sich niemals gewöhnt", sagt sie im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). Ihre Erfahrungen hätten sie sehr skeptisch werden lassen.

"Ich betrete nicht einfach unvoreingenommen einen Raum, sondern frage mich jedes Mal: Wer ist da? Wird im Gespräch ein Satz fallen, den ich unangebracht oder verletzend finde?" Sie sei deshalb auch ein sehr zurückgezogener Mensch. Doch auch über Sexismus im Popgeschäft klagt die Sängerin.

"Mit wurde häufig geraten, mich auf der Bühne etwas weiblicher zu geben, kleinere Bewegungen zu machen, nicht so laut zu sprechen. Meine angeblich burschikose Attitüde wurde kritisiert. Das habe ich richtig oft gehört, was mich immer sehr beleidigt hat. Natürlich kamen diese tollen Ratschläge ausschließlich von Männern." Auch sei ihr häufiger geraten worden, mehr enge Kleidung zu tragen: "Nichts gegen enge Kleidung, aber so etwas lasse ich mir von einem Mann nicht sagen."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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