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Sascha Lobo kritisiert Umgang von Redaktionen mit Hass-Kommentaren

Archivmeldung vom 30.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sascha Lobo im Juni 2009
Sascha Lobo im Juni 2009

Foto: Matthias Bauer
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Viele deutsche Redaktionen kämpfen mit Hass-Kommentaren auf ihren Websites - und haben laut Sascha Lobo selbst Schuld. Jahrelang hätten sie es versäumt, mit den passenden Dialogformen zu experimentieren, kritisiert der Autor und Blogger im Interview der Branchenzeitschrift "medium magazin" (Ausgabe 01/2015). "Stattdessen wurden Kommentare aus Kosten- und Bequemlichkeitsgründen versteckt, weil sie so katastrophal waren."

Lobo schlägt als eine Möglichkeit vor, Kommentare direkt neben den Text zu stellen, statt sie auf "Kommentar-Friedhöfen" darunter zu begraben. Solche Mechanismen würden noch zu wenig erforscht, keine deutsche Redaktion mache einen guten Job, sagt Lobo. Der Publizist sieht in der Niedrigschwelligkeit der anonymen, digitalen Konversation den Hauptgrund für die rauen Sitten in den Kommentarspalten. "Jedes Eingabefeld auf Facebook, Twitter oder Websites lädt dazu ein, Meinungen kundzutun, das gibt es auf der Straße nicht." Halbfertige Gedanken würden in konkrete Kommunikation verwandelt und Dialoge entstünden. Schon eine Handvoll negativer Kommentare reiche aus, um das gesamte Soziotop in Mitleidenschaft zu ziehen: "Es ist ein bisschen wie in der Natur, wo ein paar Tropfen Öl genügen, um einen See zu vergiften."

Quelle: Medienfachverlag Oberauer GmbH (ots)

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