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Instagram: Werbe-Aus für Diätpillen und Co

Archivmeldung vom 20.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Diätpillen: Altersbeschränkung für Werbung.
Diätpillen: Altersbeschränkung für Werbung.

Bild: pixabay.com, Bru-nO

Instagram führt eine Altersbeschränkung für Inhalte ein, in denen Influencer für Diätprodukte und kosmetische Chirurgie werben. Laut Muttergesellschaft Facebook droht Inhalten, die "Wunderheilungen versprechen", sogar eine Verbannung von der Plattform. Allerdings müssen User die Anzeigen selbst melden, damit die Altersbeschränkung oder das Verbot in Kraft treten können.

Plattform für dubiose OPs

"Wir achten speziell auf Produkte auf Instagram, wie Diät-Tee, Nahrungsergänzungsmittel und bestimmte kosmetische Chirurgie", erklärt Facebook. Influencern, die Tipps für Gewichtsverlust geben, wurde schon öfter vorgeworfen, falsche Ratschläge zu geben. Eine Studie der University of Glasgow hat bereits gezeigt, wie unqualifiziert viele dafür sind.

Laut Facebook gibt es auf Instagram auch zu viel Werbung für kosmetische Eingriffe. Weil User wie ihre Social-Media-Idole aussehen wollen, würden sie auf der Plattform nach Angeboten für solche Operationen suchen. Dadurch sei Instagram mit dubiosen Werbungen für plastische Chirurgie übersät, was die neuen Richtlinien ändern sollen.

Regelung leicht umgehbar

Den neuen Regelungen zufolge gibt es eine Altersbescränkung ab 18 Jahren für Inhalte, die Diätprodukte und plastische Chirurgie bewerben. Dafür muss allerdings ein Aufruf zu einem Kauf erfolgen oder ein Preis genannt werden. Wenn eine solche Werbung eine unrealistische, wundersame Behauptung über das Produkt enthält, hat das ein Verbot zur Folge.

Unklar ist laut "Mashable" allerdings, wie streng Facebook bei betroffenen Werbungen sein wird. Denn weil User diese erst melden müssen, könnten viele solche Anzeigen unentdeckt bleiben. Außerdem sei es Influencern immer noch möglich, die Regelung durch subtiles Marketing einfach zu umgehen.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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