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Steffen Henssler gibt sich selbst Schuld an ProSieben-Misserfolg

Freigeschaltet am 03.05.2019 um 06:30 durch Andre Ott
Steffen Henssler (li) und Tim Mälzer (2018)
Steffen Henssler (li) und Tim Mälzer (2018)

Foto: BJ
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

TV-Koch Steffen Henssler (46) sieht die Schuld für sein Scheitern als Raab-Nachfolger bei sich: "Ich hätte es wissen müssen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Der Zuschauer wollte mich in dieser Form nicht sehen - auch wenn's wehtut. Das muss ich hinnehmen", sagte der Entertainer vor seiner Rückkehr von ProSieben zu Vox.

Weiter sagte er: "Bei 'Schlag den Henssler' ist das Korsett sehr eng; da konnte ich mich nicht so entfalten wie bei 'Grill den Henssler', wo ich viel spontan mache. Natürlich ist es immer blöd, wenn etwas nicht funktioniert. Am Ende ist es aber nur Fernsehen. Ich musste keine Fabrik schließen und 500 Leute in die Arbeitslosigkeit schicken."

Reue empfindet er nicht: "So bin ich nicht gestrickt. Wenn man ein Format von einem so starken Protagonisten wie Stefan Raab übernimmt, weiß man vorher, dass es scheitern kann. Ich probiere mich aus und werde das auch weiter tun. Wenn jetzt ein ganz abstruses Angebot käme - ein Polittalk zum Beispiel - dann würde ich auch nicht gleich absagen und zumindest kurz darüber nachdenken." Worüber er als Polit-Moderator als Erstes sprechen würde, weiß er schon: "Schulessen. Da würde ich wahrscheinlich erstmal bei meinem Thema bleiben, um die Leute nicht abzuschrecken", sagte er. "Danach können wir dann übers Tempolimit sprechen."

Trotz seiner Erfahrung bekannte Henssler sich zur Quote als Maßstab seiner Arbeit: "Das ist das Geschäft. Du kannst natürlich ein gutes Programm machen, das keiner guckt. Dann kriegst du den Grimme-Preis und kannst dich freuen. Fernsehen basiert auf Quoten. Du kriegst jeden Tag dein Zeugnis. Bei mir hat es nicht funktioniert."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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