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Eugene Boateng: "Ich bin nicht farbig, sondern schwarz"

Archivmeldung vom 12.04.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.04.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Eugene Boateng
Eugene Boateng

Bild: Screenshot youtube

Eugene Boateng (39), Schauspieler und Tänzer, bevorzugt die Bezeichnung "schwarz" für seine Hautfarbe. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte er: "'Schwarz' ist gut, ,farbig' auf gar keinen Fall, ich bin ja nicht blau oder grün. Und ,People of Colour' ist auch nicht meins. Es wird ja immer noch in Schubladen gedacht und bei ,People of Colour' gibt's die Weißen in der einen Schublade und die anderen, die alle in die andere Schublade kommen. Wenn ich jemanden sehe, sage ich lieber: Der ist türkisch, die ist chinesisch, er ist aus Brasilien, sie ist aus Ghana. Ich sehe gerne diese Unterschiede, das sind für mich nicht alles ,People of Colour'."

Über seine Kindheit und Jugend erzählt der Künstler, er habe in der Schule mit dem Fach Deutsch auf Kriegsfuß gestanden: "Meine Lieblingsfächer waren Mathe, Sport natürlich und Englisch. Was gar nicht ging, war Deutsch. Ich habe Deutsch gehasst," sagte er der NOZ. "Mir haben die Bücher nichts gesagt und ich habe auch nicht so viel geschrieben," fuhr der 39-Jährige fort. "Ich habe nur ein Buch gelesen, an das ich mich wirklich erinnere, und das ist ,Woyzeck' von Georg Büchner. Das Buch ist so sehr in meinem Gedächtnis, dass ich es heute noch benutze."

Als witzig empfindet es der Hauptdarsteller des ARD-Flensburg-Krimis, "dass ich Schauspieler geworden bin und mich heute mit genau den Sachen beschäftige, die ich damals gehasst habe. Ich muss Drehbücher lesen, Fragen stellen und analysieren - das alles ist eigentlich Deutschunterricht."

Probleme mit der Schule hatte der in Düsseldorf geborene Sohn ghanaischer Einwanderer trotz seiner Aversion gegen den Deutschunterricht nicht: "Ich war ein sehr guter Schüler und habe die Schule geliebt, auch weil ich gerne weg war von zu Hause. Aber ich war auch ein Klassenclown und die Schule ist mir sehr leicht gefallen. Das heißt, ich habe mich nicht sonderlich bemüht. Zur Hausaufgabenbetreuung bin ich gegangen, weil es so eine Art Kinder- und Jugendclub war, in dem ich gerne Zeit verbracht habe."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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