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Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf denkt manchmal wie ein Täter

Archivmeldung vom 13.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Klaus-Peter Wolf 2013 in Marburg  Bild: Justus Nussbaum Lizenz: CC-BY-SA-3.0 - wikipedia.org
Klaus-Peter Wolf 2013 in Marburg Bild: Justus Nussbaum Lizenz: CC-BY-SA-3.0 - wikipedia.org

Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf hatte in seiner Jugend ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater: "Mein Vater hat gesoffen. Ich hätte alles getan, um das Gegenteil von ihm zu werden", sagte Wolf in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Also habe ich als junger Mann nie Alkohol getrunken." Der Wahl-Ostfriese wollte seinen Vater auf die Palme bringen: "Dafür hätte ich schwul werden können oder Kommunist. Schwul werden ging nicht. Aber ich konnte natürlich mit kommunistischen Ideen und Meinungen auftreten." Das habe ihn geprägt.

eine persönlichen Krisen hätten ihm geholfen, sich besser in seine Romanfiguren versetzen zu können. Manchmal lebe er so sehr in der Welt seiner Krimis, dass er wie ein Täter denke. "Wenn ich als Täter durch die Stadt gehe, erlebe ich sie anders. Als Klaus-Peter Wolf sehe ich die Eisdiele mit dem leckeren Kokoseis und die Sparkasse, in der die nette Frau arbeitet. Oder ich suche einen Parkplatz. Wenn ich als Täter den gleichen Weg gehe, dann suche ich keinen Parkplatz. Dann suche ich einen Fluchtweg."

Wolf geht davon aus, dass sein Erfolg so schnell nicht enden wird: "Ich bin von Lesern entdeckt worden. Und die wurden von Buch zu Buch immer mehr. Und deswegen ist der Erfolg auch ziemlich stabil. Er wird irgendwann vielleicht weniger werden, aber er bricht nicht einfach so weg. Das ist sehr schön."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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