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Schriftsteller Akhanli kritisiert bisherige Türkei-Politik Deutschlands

Archivmeldung vom 28.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dogan Akhanli (2017)
Dogan Akhanli (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der aus der Türkei stammende deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, gegen den ein Auslieferungsverfahren in Spanien läuft, hat die bisherige Türkei-Politik der Bundesregierung kritisiert. "Deutschland hatte zu lange zu viel Geduld mit Erdogan", sagte Akhanli der "Welt am Sonntag".

"Dieser Ansatz ist gescheitert." Der türkische Staatspräsident Erdogan, so Akhanli weiter, "missversteht diese Zurückhaltung als ein Zeichen von Schwäche. Er zieht daraus den Schluss, dass er mit Europa alles machen kann. Und er unterschätzt Europas Möglichkeiten massiv. Man muss ihm jetzt Grenzen aufzeigen." Im Juli hatte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) mit Zustimmung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Wende im Verhältnis zur Türkei verkündet und dabei eine restriktivere Exportpolitik sowie verschärfte Reisehinweise für das Land genannt.

Anders als einige deutsche Politiker spricht sich Akhanli jedoch gegen ein Ende des EU-Beitrittsprozesses der Türkei aus. Europa müsse die Zivilgesellschaft in der Türkei und den friedlichen Dialog im Land stärken. Der Regierungskritiker Akhanli, der seit seiner Flucht aus der Türkei in den 90er-Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war am Samstag vergangener Woche in Spanien festgenommen worden, weil die Türkei über eine Interpol-Meldung seine Auslieferung beantragt hatte. Die spanischen Behörden ließen ihn anderntags unter der Auflage frei, das Land nicht zu verlassen, bis über seine Auslieferung in die Türkei entschieden sei. Am Samstag erklärte Interpol, die Suchmeldung sei wieder gelöscht worden. Ob das spanische Auslieferungsverfahren gegen Akhanli eingestellt wird, ist aber noch unklar.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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