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Wie sichert die EU das Fernsehen der Zukunft?

Archivmeldung vom 26.05.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.05.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Michael Dahlke

Die Zukunft von Fernsehen und Radio ist digital: durch eine effizientere Frequenzausnutzung brauchen Programme gegenüber dem analogen Rundfunk nur ein Sechstel bis ein Drittel des ursprünglichen Platzes. europa-digital, berichtet

Die so gewonnenen Kapazitäten im Frequenzbereich sind damit frei für neue Dienste. Gerade bei mobilen Geräten eröffnet sich durch die zusätzlich deutlich verbesserte digitale Bild- und Tonqualität eine neue Gebrauchsdimension.

Der Entwicklung neuer Produkte steht jetzt höchstens noch das Zögen einiger Länder entgegen, schnell von der analogen auf die digitale Technologie zu wechseln. Am 24. Mai 2005 forderte die EU-Kommission daher alle EU-Mitgliedstaaten auf, die terrestrische analoge Ausstrahlung des Rundfunks spätestens 2012 einzustellen.

Die Zeit und die Kommission drängen

Die EU-Kommission warnt, dass die "hohe Leistungsabgabe analoger Fernsehsender und die Interferenzempfindlichkeit analoger Heimempfangsgeräte" bedeute, "dass selbst die begrenzte Fortführung analoger Dienste in nur wenigen Mitgliedstaaten die Einführung neuer Dienste behindert." Je schneller und koordinierter die Länder der Europäischen Union den analogen Rundfunk abschalteten, desto besser.

Sieben Staaten wollen schon 2010 soweit sein: Deutschland, Finnland, Italien, Malta, Österreich, Schweden und Spanien. Sechs weitere haben sich auf das Jahr 2012 festgelegt: Belgien (bislang allerdings nur Flandern), Griechenland, Großbritannien, Ungarn, die Slowakei und Slowenien. Die restlichen Länder schweigen sich noch zu ihren Plänen aus.

Innovative Dienste durch digitalen Rundfunk

Die gewonnen Frequenzbereiche könnten innovativ genutzt werden. Bessere Rundfunkdienste hieße nicht einfach "mehr Programme", sondern beispielsweise höhere Bild- und Tonqualität, interaktive Dienste oder Zusatzinformationen wie Untertitel oder Tonkommentar. Möglich sind auch "konvergente" Dienste, etwa eine Kombination von Mobiltelefonie und terrestrischem Rundfunk, etwa im Datenrundfunk ("Datacasting") von Videos oder multimedialen Inhalten. Auch neue elektronische Kommunikationsdienste wie drahtlose LANs oder drahtlose Stadtnetze sind denkbar.

Auf jeden Fall hofft die Kommission, dass das Digitalfernsehen und die neuen Dienste zu einem verstärkten Wettbewerb beitragen werden, in dessen Folge Sendeanstalten, Netzbetreiber und Entwickler interaktiver Anwendungen schnell Innovationen hervorbringen - am liebsten europaweit. Sie fordert deshalb zusätzlich ein koordiniertes Konzept, um die frei gewordenen Frequenzen EU-weit verfügbar zu machen. Die Konkurrenz schläft nämlich nicht: Korea möchte 2010, Japan 2011 den analogen Rundfunk einstellen.

Quelle: http://www.europa-digital.de/aktuell/fdw/digitaltv.shtml

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