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Griechische Kriminalautor Markaris: "Wir müssen uns von unserer Passivität befreien"

Archivmeldung vom 03.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Petros Markaris Bild: Justus Nussbaum / de.wikipedia.org
Petros Markaris Bild: Justus Nussbaum / de.wikipedia.org

"Es gibt keinen Kampf ohne Träume. Geld ist kein Traum, sondern die Unterwerfung unter unsere Begierden, also Sklaverei, wie Sokrates sagt", äußert der griechische Kriminalschriftsteller Petros Markaris in einem Interview für die überregionale Tageszeitung "nd.DerTag" (Montagausgabe).

Der Autor, der am 1. Januar 85 Jahre alt geworden ist, beleuchtet in seinen Romanen die Widersprüche, Ungerechtigkeiten und kriminellen Strukturen des Kapitalismus. Sein jüngstes Buch, "Das Lied des Geldes" dreht sich um den Ausverkauf Griechenlands durch ausländische Investoren, Glücksritter und Spekulanten. Es ist der mittlerweile 13. Fall seiner Kunstfigur, des Athener Kommissars Kostas Charitos.

Im Mittelpunkt des Krimis steht die Zerstörung der sozialen Strukturen einer Stadt durch ausländische Großinvestoren. Die Geschichte beruht auf authentische Geschehnisse in Exarchia, einem Viertel der griechischen Hauptstadt Athen, das jahrzehntelang Domizil von Anarchisten und anderen Linken war - bis Immobilienhaie es in ein AirBnB-Quartier verwandeln wollen und dabei auch vor Anstiftung zu Waldbränden und Verschandelung der Natur nicht zurückschrecken. "Heute sind wir so weit, dass jene, die das Klima und die Umwelt zerstören, sich die Taschen vollgestopft haben - und wir laufen, um unser Leben zu retten", sagt Markaris im Gespräch mit "nd".

Der politisch engagierte Autor, der in seinen Büchern auch den Niedergang der Linken und das Verschwinden des Mittelstandes problematisiert, betont: "Die negativen Tendenzen werden nicht siegen, solange wir den Kampf nicht aufgeben. Wir müssen uns von unserer Passivität befreien."

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ots)

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