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Ein Plädoyer für die Unschuldsvermutung

Archivmeldung vom 30.07.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.07.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Der Fall des Pforzheimer Bauzeichners Harry Wörz steht für einen der aufsehenerregendsten Justizirrtümer der bundesrepublikanischen Geschichte und für die Kraft und den Durchhaltewillen, mit denen die Korrektur eines Fehlurteils erkämpft wurde. Ein Fall, der die Schwächen, aber auch Stärken unseres Justizsystems zum Vorschein bringt. Die Geschichte des Harry Wörz liegt dem gleichnamigen Fernsehfilm zugrunde, den der SWR gemeinsam mit der ARD Degeto ab dem 31. Juli bis Ende September in Pforzheim und Berlin drehen lässt.

Till Endemann wird Regie führen, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Holger Joos. Produziert wird der Film von teamWorx. Rüdiger Klink (Harry Wörz) und Felix Klare (Anwalt Hubert Gorka) spielen darin die Hauptrollen. In weiteren Rollen werden u. a. Klaus Schindler, Patrick von Blume, Michael Krabbe, Katja Bürkle, Stefanie Stappenbeck zu sehen sein.

Harry Wörz' Fall begann 1997, nachdem seine getrennt lebende Ehefrau in ihrer Wohnung so schwer gewürgt worden war, dass sie einen bleibenden Hirnschaden erlitt und zum Pflegefall wurde. Wörz wurde wegen versuchten Mordes beschuldigt und zu elf Jahren Haft verurteilt. 1999 wurde ein Schadenersatzprozess gegen ihn angestrengt, den der Anwalt Hubert Gorka übernahm. Als die Richter für Harry Wörz entschieden, entschlossen sich Gorka und sein Mandant, für die Aufhebung der Freiheitsstrafe zu kämpfen. Es begann ein kräftezehrender Marathon mit zahlreichen Rückschlägen. Gemeinsam kämpften sich die beiden durch Wiederaufnahmeverfahren und Revisionsverhandlungen bis hin zum Bundesgerichtshof, der Harry Wörz schließlich endgültig freisprach und die fahrlässige Arbeit der ursprünglich ermittelnden Behörden feststellte.

"Harry Wörz" (AT) ist eine Produktion von teamWorx im Auftrag von SWR und ARD Degeto, es produziert Sascha Schwingel. Kamera: Lars Liebold, Schnitt: Florian Drechsler, Szenenbild: Thomas Franz, Kostümbild: Elisabeth Kesten, Produktionsleitung: Frank Lübke. Die Redaktion liegt bei Michael Schmidl und Manfred Hattendorf im federführenden SWR sowie Claudia Grässel bei der Degeto. Der Sendetermin ist noch nicht bekannt.

Quelle: SWR - Das Erste (ots)

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