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Medienminister will weniger Vorgaben für Öffentlich-Rechtliche

Archivmeldung vom 27.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, Peter Schuster
Bild: pixelio.de, Peter Schuster

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen nur noch für wenige Kanäle die politische Vorgabe bekommen, ein lineares Programm anzubieten. Das fordert Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra (CDU), berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagsausgabe).

"Die beiden Hauptprogramme ARD und ZDF, die Dritten sowie 3Sat und Arte sollen weiter verpflichtend lineares Fernsehen sein. Alles andere kann in andere Formate überführt werden, also auch aus Fernsehen in Telemedien", sagte er. Unter dem Begriff Telemedien fassen Rundfunkpolitiker alles zusammen, was die Sender auf ihrer Webseite, in Mediatheken oder auf Plattformen wie YouTube oder Facebook präsentieren.

Zu den sonstigen öffentlich-rechtlichen Programm zählen etwa Kika, One, tagesschau24, ZDF Kultur oder ZDF Neo. Robra sagte, durch Netflix und Amazon hätten sich die Sehgewohnheiten verändert. Bei Serien etwa sei kaum noch jemand bereit, acht Folgen an acht Tagen zu sehen. "Nach der vierten Folge werden die Leute schwach und gucken den Rest in der Mediathek hintereinander weg. Sie wollen zeitunabhängig und souverän entscheiden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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