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Musiker Markus Reinhardt plant Fahrt im historischen Zigeunerwagen von Köln nach Auschwitz

Archivmeldung vom 09.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
"Fahrende" mit einem historischen "Zigeunerwagen"
"Fahrende" mit einem historischen "Zigeunerwagen"

Foto: Nick Smith
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Kölner Musiker Markus Reinhardt will mit seiner Familie und Freunden in einem historischen Zigeunerwagen von Auschwitz nach Köln fahren. Dies kündigte der Großneffe des französischen Jazzgitarristen Django Reinhardt im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" an.

In dem Wagen lebte seine Familie, bevor sie in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert wurde. Sechs Verwandte Reinhardts wurden im Konzentrationslager Auschwitz von den Nazis ermordet. "Wir gehen diesen Weg, um den Opfern ihre Würde und ihren Stolz zurückzugeben und um zu zeigen, dass die Nazis unser Selbstbewusstsein und die Zigeuner-Kultur nicht vernichten konnten", sagte Reinhardt.

Auch eine 94-jährige Tante und ein 95-jähriger Onkel, die Auschwitz wie Reinhardts Vater überlebten, sollen auf Stationen der fünf- bis sechswöchigen Reise dabei sein. Der Geigenspieler spricht bewusst von "Zigeunern" statt von Sinti und Roma: "Das finde ich politisch überkorrekt", sagte er. Das Wort sei im Nationalsozialismus lediglich negativ besetzt worden. Während der Fahrt mit dem historischen Wagen entlang der Route, die sein Vater mit seinen Verwandten von Auschwitz nach Köln gingen, plant Reinhardt Ausstellungen, Konzerte, Filme und Diskussionen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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