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Dagmar Frederic schämt sich nicht für ihre DDR-Vergangenheit

Freigeschaltet am 06.05.2019 um 06:30 durch Andre Ott
Dagmar Frederic mit Michael Hansen (links) und Peter Wieland (1973), Archivbild
Dagmar Frederic mit Michael Hansen (links) und Peter Wieland (1973), Archivbild

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-M0511-0315 / CC-BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

DDR-Unterhaltungsstar Dagmar Frederic schämt sich nicht für ihre DDR-Vergangenheit. "Der Nationalpreis der DDR war eine unglaubliche Ehre. Das war eine solche Auszeichnung. Da stehe ich auch zu, sonst hätte ich ja alles in meiner Karriere umsonst gemacht", sagte die 1981 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnete Sängerin und Moderatorin dem Nachrichtenportal T-Online.

Allerdings fügte Frederic hinzu: "Nach wie vor ist für mich der größte Fehler der DDR, dass sie die Leute eingesperrt und die Mauer gebaut haben." Frederic äußerte sich ferner zur Frage der Gleichberechtigung: "Bei der Frage nach Gleichberechtigung muss ich immer lachen." Auch aus dem Grunde, weil die Frauen in der DDR im Gegensatz zur Bundesrepublik gleichgestellt gewesen seien: "Wir Frauen in der DDR waren gleichberechtigt. Das war kein Thema in unserem Land. Mann und Frau haben gearbeitet, die Kinder waren im Kindergarten, in der Krippe oder in der Schule."

Über ihr Privatleben berichtete Frederic: "Mein Mann hat bei mir noch nie eine Waschmaschine anstellen müssen. Oder bei mir kochen müssen. Ich mache das alles selber." Zur Debatte um die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bezog Frederic Position: "Es wäre ganz toll, wenn der Westen endlich akzeptieren würde, dass wir nicht nur angehängte Menschen sind." Am meisten missfalle ihr, dass "viele in Westdeutschland immer noch denken, dass wir in Ostdeutschland dankbar sein müssten".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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