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Wim Wenders: Kino darf predigen

Archivmeldung vom 30.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Wim Wenders (2015)
Wim Wenders (2015)

Foto: Sebaso
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Regisseur Wim Wenders hat sich gegen den Vorwurf von Kinokritikern verteidigt, ein Prediger zu sein. "Das Kino darf alles. Sogar predigen", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Vorwurf habe ihn schon früher gewurmt: "Dahinter steht das Ressentiment, Kino sei keine Plattform für spirituelle Themen. Was für ein Unsinn." Ihn ärgere, wenn man Kino so einenge, als ob bestimmte Sachen da nicht reingehörten. "Aber man kann das ja auch als Kompliment auffassen."

Wenders hat einen neuen Film mit dem Titel "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes" gedreht, der Mitte Juni in die deutschen Kinos kommt. Zur Entstehungsgeschichte sagte Wenders: "Die Idee kam aus Rom." Er sei gefragt worden, ob er vorbeikommen könnte, um über einen möglichen Film über Papst Franziskus zu reden. Der Vatikan habe ihm völlig freie Hand gelassen: "Aber dann bekam ich doch Muffensausen, was ich alles allein entscheiden sollte. Ich hätte mir dann schon ein paar Vorgaben gewünscht. Aber es gab keine, bis zum Schluss nicht."

Über seinen Protagonisten selbst sagte Wenders: "Beeindruckt hatte mich das allererste Statement von Papst Franziskus: Er wünsche sich eine arme Kirche für die Armen. Auch der Film sollte bescheiden sein." Finanziert wurden die Dreharbeiten unabhängig vom Vatikan. Über die Dreharbeiten mit dem Papst sagte der Regisseur: "Er hat immer frei von der Leber weg gesprochen, spontan, direkt." Der Mann habe "vor nix mehr Angst", so Wenders.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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