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Kai Wiesinger würde gern auch den Papst spielen

Archivmeldung vom 15.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Kai Wiesinger
Kai Wiesinger

Foto: Urheber
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nachdem er in einem "Tatort" schon als Bundeskanzler zu sehen war und für das Sat.1-Dokudrama "Der Rücktritt" (25. Februar) Ex-Bundespräsident Christian Wulff verkörperte, würde Kai Wiesinger auch das Oberhaupt der katholischen Kirche darstellen: "Ich hoffe, nicht ganz so schnell zu altern - doch wenn es so weit ist, würde ich gerne den Papst spielen," sagte der 47-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). "Die Bedeutung und der Missbrauch von Macht, Moral und Verantwortung gegenüber den Menschen ist durch den Vatikan wie in einem Brennglas darzustellen. An nur wenigen Orten ist die Diskrepanz zwischen selbst erhobenem Anspruch und tatsächlichem Verhalten größer."

Seine Rolle als Wulff habe ihm deutlich gemacht, "dass man nicht mehr 20 ist", fügte Wiesinger hinzu. "So langsam muss ich mir wohl sagen: Okay, Kai, die Zeiten des jungen Liebhabers sind endgültig vorbei, die Vaterrolle ist angekommen." Statt sich die Haare zu färben, griff Wiesinger für die Wulff-Rolle übrigens zur Perücke: "Diese Struktur kriegt man mit eigenen Haaren nicht hin. Jedes Haar hat ja seine eigene Wuchsart, deshalb sind wir in diesem Fall mit einer Perücke sehr viel besser gefahren."

Als Christian Wulff wolle und könne er "kein Imitator sein", betonte Wiesinger: "Mir geht es um das Gefühl. Und ich glaube, dass sich unser aller Gefühle sehr ähnlich sind - ob ich der Bundespräsident bin oder dessen Fahrer oder sein Zahnarzt. Das Empfinden von Schmerz, Freude, Leid ist doch verdammt ähnlich. Mir kann es nur darum gehen, die Wahrhaftigkeit zu finden. Ich will Christian Wulff emotional gerecht werden, völlig wertungsfrei eine nachvollziehbare emotionale Wahrheit schaffen, die mit seiner einhergeht."

Ein Gespräch mit Wulff und dessen Noch-Ehefrau Bettina habe es vor dem Dreh weder für ihn noch für seine Partnerin Anja Kling gegeben, sagte Wiesinger weiter: "Anja und ich haben lange überlegt, ob wir den Kontakt suchen, und fanden es schließlich für beide Seiten vollkommen richtig, es nicht zu tun. Es hätte nichts zu gewinnen gegeben, weder für die Dargestellten noch für uns."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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