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Feridun Zaimoglu begrüßt Verwendung der Hagia Sophia als Moschee

Archivmeldung vom 22.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Feridun Zaimoglu (2019)
Feridun Zaimoglu (2019)

Foto: Amrei-Marie
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu kann der Umwidmung der Hagia Sophia in Istanbul vom Museum in eine Moschee etwas abgewinnen. "Ich begrüße, wenn in einem Gotteshaus wieder ein Gott angebetet wird", sagte Zaimoglu der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

Die Hagia Sophia sei ja schließlich nicht als "Verwahranstalt und Showroom von Kultgegenständen" gebaut worden. Das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei hatte entschieden, dass die Hagia Sophia wieder als Moschee genutzt werden darf. Daraufhin hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bekannt gegeben, dass das erste muslimische Freitagsgebet in der Hagia Sophia am 24. Juli stattfinden soll. Erdogans Entscheidung hatte in ganz Europa Proteste hervorgerufen. Zaimoglu versteht, dass die Menschen an heiligen Stätten hängen. "Wir sprechen vom Hergebrachten, von steingewordener Geschichte", sagte er. "Aber erst mal werden nun in der Hagia Sophia nicht mehr massenweise Touristen reinlatschen und immerfort Fotos knipsen können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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