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ARD verständigt sich auf Abschluss gemeinsamer Vergütungsregeln mit dem VDD und dem VDB

Freigeschaltet am 09.02.2019 um 09:28 durch Andre Ott
ARD - Das Erste
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Nach anderthalb Jahren intensiv geführter Verhandlungen haben sich ARD, Degeto und Produzentenallianz mit dem Verband der deutschen Drehbuchautoren (VDD) und dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage (VDB) über die Aufstellung gemeinsamer Vergütungsregeln geeinigt. Neu ist die Kombination aus Basis- und Nachvergütung, die zukünftig für alle von ARD und Degeto beauftragte Produktionen gelten.

Sie beendet die bisherige durch Einmalzahlungen oder Wiederholungshonorare geprägte Vergütungspraxis. Die jetzt vereinbarten Basisvergütungen sind Mindesthonorare, die deutlich über der bislang als Buy-Out-Honorar gezahlten Durchschnittsvergütung liegen. Außerdem wird den Drehbuchautorinnen und -autoren ein Erlösbeteiligungsanspruch bei der kommerziellen Auswertung eingeräumt. Neu ist zudem der Einstieg in eine nutzungsbezogene Online-Vergütung.

Die gemeinsamen Vergütungsregeln treten mit Unterzeichnung rückwirkend zum 1. Januar 2019 in Kraft. Der neue Nachvergütungsanspruch findet auf alle Fernsehfilm-Produktionen Anwendung, für die eine Buy-Out-Vergütung vereinbart war und deren Erstausstrahlung ab dem 1. Januar 2008 erfolgt ist.

Für die ARD war NDR Justitiar Dr. Michael Kühn zusammen mit Peter Wiechmann (SWR) Verhandlungsführer. Die ARD verhandelte gemeinsam mit Christine Strobl, Geschäftsführerin der Degeto Film GmbH, sowie den Justitiaren der Produzentenallianz, Prof. Dr. Johannes Kreile und Prof. Dr. Mathias Schwarz. Verhandlungsführer der beiden Drehbuchverbände waren Prof. Peter Henning (VDD) und Dr. Jan Ehrhardt (VDB).

Dr. Michael Kühn: "Ich bin beiden Verbänden für die konstruktiven und fairen Verhandlungen dankbar. Gemeinsam werden wir in zwei Jahren evaluieren, ob es mit dem Modell zu der beabsichtigten Besserstellung der Autoren kommt und nötigenfalls Anpassungen vornehmen." Kühn lud andere Urheberverbände ein, sich dem Modell anzuschließen.

Prof. Peter Henning: "Die angemessene Vergütung der Autorinnen und Autoren ist die Grundlage für die Zukunft der deutschen Fernsehfiktion. Diese Vereinbarung ist ein Schritt zur Sicherung der Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerade im Hinblick auf neue Player am Markt. Wir setzen auch zukünftig auf den regelmäßigen Austausch mit der ARD und auf die Fortführung der konstruktiven Verhandlungen in Bezug auf die Serien- und Kinderformate."

Dr. Jan Ehrhardt: "Wir begrüßen es, dass eine Vereinbarung gefunden werden konnte, die die besonderen Gegebenheiten bei verlagsgebundenen Drehbuchautoren berücksichtigt und die es durch ihre Offenheit ermöglicht, auch weitere Fragen sachgerecht einvernehmlich zu regeln. Wichtig war uns insbesondere die Verankerung einer ständigen begleitenden Überprüfung, ob die Vereinbarung den Vorstellungen beider Seiten in der Praxis entspricht."

Quelle: ARD Presse (ots)

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