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Schriftsteller Rietzschel sieht Deutsche Einheit ambivalent

Archivmeldung vom 04.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Typischer Zustand der Städte in der DDR zur Zeit der Wiedervereinigung; hier Wittenberg (1991)
Typischer Zustand der Städte in der DDR zur Zeit der Wiedervereinigung; hier Wittenberg (1991)

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F088905-0014 / Thurn, Joachim F. / CC-BY-SA
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Schriftsteller Lukas Rietzschel ist zwiegespalten, was die Frage nach der Deutschen Einheit betrifft. Zum einen sei die Mauer jetzt länger weg, als sie da war, aber die halle so ein bisschen nach, sagte Rietzschel am Mittwoch dem Deutschlandfunk. "Vor allem diese Nachwendezeit, die ist schon auch noch da, und die ist präsent, und vor allem diese Umbruchphase, die ist präsent, und man wird jetzt so ein bisschen damit konfrontiert, habe ich den Eindruck hier im Osten, mit den Verfehlungen dieses neuen Systems und dass es eben nicht einhalten konnte, was es versprochen hat", so Rietzschel.

Da gehöre der wirtschaftliche Aspekt dazu, dass der Kapitalismus erst mal auch eine Arbeitslosigkeit, den Mindestlohnsektor oder prekäre Beschäftigungsverhältnisse gebracht habe. Das seien alles Dinge, die man vorher nicht gekannt habe. Der Kapitalismus habe auch ein politisches System mitgebracht, das man vorher nicht gekannt habe. "Und da sich wiederzufinden, da s ist schon gar nicht so einfach, und das kann man in diesem Einheitsbericht gut lesen, wie sich natürlich die Löhne angleichen und wie das erst mal wirtschaftlich ganz gut funktioniert, aber dahinter, hinter diesen sanierten Fassaden, da ist noch eine Menge brüchig", so der Schriftsteller.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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