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Bestsellerautor Ferdinand von Schirach: Der erste Eindruck täuscht meist

Archivmeldung vom 06.04.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ferdinand von Schirach (2009)
Ferdinand von Schirach (2009)

Foto: Paulus Ponizak
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der bekannte Strafverteidiger und Bestsellerautor Ferdinand von Schirach (48) ist durch seinen Beruf vorsichtiger bei der Beurteilung von Menschen geworden. "Die Wahrheit ist nicht das, was wir sehen", sagte der Jurist im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung".

Wenn man lange als Strafverteidiger arbeite, werde einem klar, dass die meisten Einschätzungen falsch seien: "Der Mann neben Ihnen im Café, dem der Sabber aus dem Mund läuft und der unangenehm riecht, ist kein Obdachloser. Dieser Mann ist ein Hochschullehrer für Quantenmechanik, sein Vermögen hat er den Ärzten ohne Grenzen geschenkt. Und der freundliche Blumenhändler, bei dem Sie die Tulpen kaufen, hat vor 15 Jahren seine Frau umgebracht", so Schirach.

Das ZDF zeigt von Sonntag an Kurzgeschichten aus Schirachs Erzählband "Verbrechen". Sie basieren auf Fällen aus der Kanzlei des 48-Jährigen.

Quelle: Stuttgarter Zeitung (ots)

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