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DJV verweigert Kontakt zu RT und Sputnik

Archivmeldung vom 02.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Außenministerium Russlands hat den Deutschen Journalisten-Verband (DJV) in einem offenen Brief zur Wahrung der Pressefreiheit aufgerufen. „Da Sie keinen Kontakt zu RT Deutsch und Sputnik Deutschland haben wollen, wenden wir uns in deren Namen an Sie“, heißt es in dem auf Facebook veröffentlichten Schreiben. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "„Im Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist das Recht eines jeden auf den Erhalt von Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen festgeschrieben. Trotzdem ruft der DJV als die größte professionelle Journalisten-Gemeinschaft Deutschlands die Behörden auf, der TV-Anstalt RT, die ein großes Auditorium hat, die beantragte Sendelizenz zu verweigern. Das bedeutet, dass Bundesbürger – die meisten Abnehmer des Produkts von RT Deutsch – um ihre verfassungsmäßigen Rechte gebracht werden“, schreibt das russische Außenamt.

Und weiter: „Der DJV betrachtet Sputnik und RT Deutsch nicht als Massenmedien und verweigert ihnen jegliche Kommentare. Das ist ein direkter Verstoß gegen das oben erwähnte Verfassungsrecht, das ist wohl das schlimmste Beispiel für arrogante und grundlose Segregation und Diskriminierung eigener Kollegen.“

Das russische Außenministerium weist darauf hin, dass die in Russland akkreditierten deutschen Medien bislang nie diskriminiert wurden. Die Redefreiheit werde in Russland nicht interpretiert, sie werde gewahrt.

„Die deutschen Regulierungsbehörden hatten bislang keine Einwände gegen die Aktivitäten von RT Deutsch in der Bundesrepublik. Indes steht die größte Boulevardzeitung „Bild“ nicht nur ganz oben auf der Sünderliste, sondern übt verächtlich heftige Kritik an entsprechenden Entscheidungen der Regulierungsbehörde.

Wir erwarten von Ihnen (DJV) heute noch konkrete FAKTEN, auf die sich ihre Anschuldigungen gegen RT und Sputnik gründen, die angeblich gegen die Pressefreiheit verstoßen. Sonst werden wir Ihre Erklärungen als politisch motiviert und auf Anweisung von oben verfasst betrachten. Ein Tipp: Wiederholen Sie bitte keine Fehler aus der deutschen Geschichte!

P.S.: Wie wär’s mit einer Reaktion auf Verstöße gegen die Redefreiheit in der Ukraine? Oder ist dieses Thema für den DJV uninteressant? Ebenso wie der erstarkende Nationalismus in diesem Land?“"

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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