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Journalistik-Professor kritisiert Googles Digital News Initiative

Archivmeldung vom 08.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de/Hermsdorf
Bild: pixelio.de/Hermsdorf

Der Journalistik-Professor Frank Lobigs von der Technischen Uni­versität Dortmund hat jene Verlage scharf kritisiert, die an Googles 150 Millionen Euro schwerem Programm zur Förderung es digitalen Journalismus teilnehmen.

In einem Debattenbeitrag für das Nachrichtenmagazin "Focus" schreibt Lobigs: "Wie im Teufelspakt des Dr. Faustus geht es um Verjüngung und neues Leben, das sich die Verlage mit den Google-Millionen verschaffen wollen. Wie im faustischen Pakt geht es im Gegenzug aber vielleicht auch um die journalistische Seele."

Der Medienökonom vergleicht die ausgelobte Summe von 150 Millionen Euro für die Digital News Initiative mit den Ansprüchen, die den Verlagen aus dem Leistungsschutzrecht von Google zustünden und kommt zu dem Schluss: "Kämen die Umsatzbeteiligungs-Forderungen aus dem Leistungs­schutz­recht durch, würden jährlich weit größere Summen von Google an die Verlage fließen; dies dann aber von Rechts wegen und nicht von Googles Gnaden." Lobigs appellierte, Qualitätsjournalismus müsse "auch ohne Google-Entwicklungshilfe in Deutschland erhalten werden". Die "nicht von Google vereinnahmten Verlage" sollten gemeinsam "harte Forderungen an die Politik und auch an die mächtigen Digitalmonopolisten stellen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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