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Manuel Andrack: Politiker scheuen das Wort "Wandern"

Archivmeldung vom 17.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Manuel Andrack (2018)
Manuel Andrack (2018)

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Manuel Andrack (55), langjähriger Sidekick von Harald Schmidt und Autor diverser Wanderbücher, ärgert sich darüber, dass Politiker "im Zusammenhang mit Corona das Wort Wandern gescheut haben wie der Teufel das Weihwasser".

Ihm sei aufgefallen, dass es im Zusammenhang mit den Einschränkungen immer hieß, alles sei verboten, aber Spazierengehen natürlich nicht, sagte Andrack im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Aber es hat nie einer gesagt: Sie können natürlich gerne auch im Wald wandern. Wahrscheinlich, weil viele unter Wandern gleich Streckenwandern verstehen, mehrere Tage, Alpenüberquerung und Co."

Wandern bedeute aber nicht: schwerer Rucksack, lange Strecken, hohe Berge, betonte Andrack. "Man kann auch im Flachland wandern, sogar in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern." Es gehe darum, an der frischen Luft und nicht in Räumen zu sein. "Und darum, Spaß an der Landschaft zu haben."

Andrack lüftete auch das Geheimnis, warum er die Einträge im Wander-Blog auf seiner Homepage stets auf 6.23 Uhr datiert: "Ich bin nicht jemand, der schon während der Wanderung über Twitter oder Instagram raushaut: Hey, guckt mal hier, was für ein fantastischer Ausblick, ich bin gerade da und da... Meine Blog-Beiträge müssen immer reifen und sollten eine gewisse Allgemeingültigkeit haben. Nachdem von ein paar Fans dieses Blogs etwas in die Uhrzeiten reingeheimnist wurde, zu denen ich geschrieben hatte, habe ich mir gedacht: Jetzt nimmst du immer 6.23 Uhr. Das sind die Zahlen meines Geburtstags, die ich umgedreht habe. Außerdem ist es die Zeit, zu der mein Wecker klingelt." Andrack wurde am 23. Juni 1965 geboren.

Die Bezeichnung "Wanderpapst", mit der ihn Medien immer wieder beschreiben, findet Andrack "eigentlich zu klerikal". Lieber sei ihm eine andere Beschreibung: "Vor ein paar Jahren hat mal ein Achtjähriger ein Bild für mich gemalt, da stand drunter "Für den Wandermeister Manuel Andrack". Das fand ich toll. Wandermeister ist doch ein schöner Begriff, das passt auch zu den Lehr- und Wanderjahren, die ich jetzt wohl hinter mir habe."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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