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Kulturwissenschaftlerin kritisiert Orden für Andreas Gabalier

Archivmeldung vom 04.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Karl-Valentin-Orden
Karl-Valentin-Orden

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Die Kulturwisschenschaftlerin Astrid Deuber-Mankowsky kritisiert die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens an den österreichischen Volksmusiker Andreas Gabalier. "Das ist eine extrem ungute Entscheidung", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Gabalier hat den Orden am Samstagabend von der Münchner Faschingsgesellschaft Narhalla erhalten. Der Musiker steht wegen Äußerungen in der Kritik, die oft als homophob und frauenfeindlich empfunden werden. "Das widerspricht der Vorstellung von der Volkskultur, wie sie Valentin geprägt hat", so Deuber-Mankowsky, die an der Ruhr-Universität Bochum lehrt.

"Valentin war viel differenzierter und viel klüger. Dass es jetzt so gekommen ist, ist wirklich alles sehr traurig." Statt ihm den Orden zu verleihen und die Diskussion damit auch noch zuzuspitzen, hätten die Verleiher dieses Ordens ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen und die Hintergründe der Debatte beleuchten sollen. " Es wäre ihre Aufgabe gewesen, diese Männerbündnisse zu hinterfragen und zu sprengen, statt sie zu bestätigen", so Deuber-Mankowsky.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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