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Journalistenverband kritisiert: Polizei bei Demos überfordert

Archivmeldung vom 16.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Frank Überall bei einer Diskussion in Köln-Mülheim
Frank Überall bei einer Diskussion in Köln-Mülheim

Foto: A.Savin
Lizenz: FAL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Sorge registriert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die steigende Zahl von Angriffen auf Journalisten bei Demonstrationen. Von der Polizei würden die Mitarbeiter der Medien häufig im Stich gelassen, kritisierte der Verbandsvorsitzende Frank Überall im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Polizei schreitet nicht adäquat ein. Die Beamten sind teils überfordert."

Um die Sicherheit der Pressemitarbeiter zu gewährleisten, müsse sich etwas ändern, fordert Überall. "Das Bewusstsein dafür fehlt aber häufig in den oberen Etagen", sagte er. Auch an der Justiz äußerte der DJV-Chef Kritik. Die Gerichte in Deutschland müssten Verbrechen gegen Journalisten härter bestrafen, als es derzeit der Fall sei.

Die vermehrten Angriffe auf Reporter, Fotografen und Kameraleute in den vergangenen Monaten hätten bei seinen Berufskollegen deutliche Spuren hinterlassen. Überall registriert eine wachsende Verunsicherung. "Wir sind alle nur Menschen. Und wenn auf uns Steine geworfen werden oder eine Explosion in unserer Nähe losgeht, ist es doch klar, dass man Angst hat", sagte er.

Der DJV-Vorsitzende fürchtet, dass dieses Problem in den nächsten Monaten noch größer wird, wenn die Unterstützung von Politik, Polizei und Justiz weiterhin fehle. "Die Radikalisierung bei Demos nimmt zu - und damit auch die Gewaltbereitschaft."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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