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Kaya Yanar macht sich für Delfine stark: Comedian veröffentlicht PETA-Radiospot gegen Delfinarien

Archivmeldung vom 23.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Kaya Yanar Bild: PETA
Kaya Yanar Bild: PETA

Kein lustiges Thema: Komiker und Entertainer Kaya Yanar setzt sich erneut gemeinsam mit PETA dafür ein, dass die letzten beiden Delfinarien in Deutschland geschlossen werden. Der beliebte Comedian veröffentlicht jetzt gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation einen Radiospot, in dem er das triste Leben der Meeressäuger markant beschreibt.

Mit einer Prise Sarkasmus und in gewohnt direkter Art bringt er den eintönigen Alltag der Tiere in Delfingefängnissen in nur 25 Sekunden auf den Punkt. "Die trostlosen Betonbecken in Delfinarien sind eindeutig zu klein und viel zu langweilig - was sollen die Tiere dort den ganzen Tag machen? Mit Freunden spielen, den Ozean durchqueren, tief tauchen? Alles Fehlanzeige!", so Kaya. "Ich sag's ganz deutlich: Delfinarien sind sch**! Sie müssen schließen, und die Tiere in betreute Auffangstationen im Meer umgesiedelt werden. Nur so kann man ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen!"

Comedian Kaya Yanar unterstützt PETA seit vielen Jahren: Schon 2020 engagierte er sich in einem TV-Spot für die Meeressäuger. Außerdem setzte der gebürtige Frankfurter, der mit seiner Frau in Zürich lebt, bereits verschiedene Motive zum Thema Pelz oder Ernährung um.

Über Delfinarien - Hintergrundinformationen

In Delfinarien werden hochintelligente Meeressäuger ihr Leben lang in enge, kahle Betonbecken gesperrt und gezwungen, mehrfach am Tag in zirkusähnlichen Shows zahlende Besuchsgruppen zu unterhalten. Zur Belohnung erhalten sie einen Snack. Im Duisburger Zoo starben schon mehr als 60 Wale und Delfine, zuletzt 2020 Flussdelfin "Baby", ein Wildfang, der 45 Jahre Gefangenschaft ertragen musste. Vor ihm starb ein Delfinbaby kurz nach der Geburt im Herbst 2017. In Nürnberg starben bislang mehr als 30 Tiere, darunter die in der Wildnis gefangene Anke im April 2020 und 2018 Delfin Moby - nur vier seiner 13 Kinder leben noch und befinden sich in drei verschiedenen Ländern.

Ein Betonbecken kann niemals auch nur annähernd ein artgerechter Lebensraum für Delfine sein. Im Ozean leben die Tiere in komplexen Sozialverbänden, die in Gefangenschaft nicht nachgestellt werden können - dort müssen sie in Zwangsgemeinschaften leben. Sie schwimmen in der Natur täglich bis zu 100 Kilometer und jagen gemeinsam, spielen in den Wellen, spüren Strömungen und Sonnenstrahlen. In Gefangenschaft hingegen ist ihr Alltag in den viel zu kleinen Becken eintönig, was zu Stress und Aggressionen führt. Damit Delfine die Gefangenschaft überhaupt ertragen, werden sie häufig mit Psychopharmaka ruhiggestellt.

In Österreich, Großbritannien und der Schweiz gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Delfinarien mehr. Auch in Frankreich wurde die Zucht und der Import von Delfinen 2020 untersagt und für die Tiere ein neues Zuhause gesucht. Auf Bali eröffnete 2019 das erste dauerhafte Delfin-Sanctuary, in dem aus Gefangenschaft befreite Delfine ihr Leben wieder genießen können. In einem Sanctuary in Island schwimmen zwei Belugawale, die aus einem Zoo in Shanghai übersiedelt wurden. In Nova Scotia, Kanada, wird ebenfalls ein Sanctuary für Orcas eröffnen.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein - eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.


Quelle: PETA Deutschland e.V. (ots)

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