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Star-Sopranistin Renée Fleming: "Eigentlich wollte ich Präsident werden"

Archivmeldung vom 02.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Renée  Fleming, 2009
Renée Fleming, 2009

Foto: David Shankbone
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Renée Fleming, amerikanische Star-Sopranistin, wollte eigentlich Präsident werden. "Ich war nicht gerade bescheiden als Teenager", sagt sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins BRIGITTE. "Aber ich war eine Frau. Da dachte ich, vielleicht werde ich lieber als Musikerin berühmt."

Zunächst habe sie es als Jazzsängerin probiert und sich erst später der Klassik zugewandt. Worüber sie sehr froh sei: "Beim Jazz musst du improvisieren, dich selbst vermarkten. In der Klassik hast du Gesangsstunden, ich habe in New York studiert und an der Musikhochschule in Frankfurt gelernt. Ich habe mal ziemlich unter Lampenfieber gelitten. Auch damit kann man besser umgehen, wenn man weiß, dass man was Richtiges gelernt hat." Fleming, die am 14. Oktober mit dem Echo-Klassik als "Sängerin des Jahres" ausgezeichnet wird, glaubt an die Macht der Musik. "Leute, die einen Schlaganfall hatten, können manchmal immer noch singen. Sie vergessen alles, nur die Musik nicht. Ich stelle mir manchmal vor, dass ich einen Schlaganfall habe, nicht mehr sprechen kann, aber eine Strauss-Oper singe." Ihre Sopranstimme, so die Sängerin, sei "Technik, die man sich in harter Arbeit aneignet. Talent macht vielleicht zehn Prozent aus. Der Rest ist Arbeit. Disziplin. Wille. Es muss schon viel zusammen kommen, wenn man nicht nach zwei Jahren weg vom Fenster sein will." Über das Alter sagt die 53-Jährige: "Ich finde es schöner, ein junger alter Mensch zu sein als ein alter junger Mensch. Der Druck ist nicht mehr so groß. Eine Frau in ihren Vierzigern tut noch alles, um begehrenswert und attraktiv sein. Mit 50 kann man aufhören damit. Das ist sehr erleichternd. Ich habe das Gefühl, ich kann junge Menschen unterstützen und muss nicht mehr versuchen, mit ihnen mitzuhalten."

Quelle: Gruner+Jahr, BRIGITTE (ots)

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