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Verlagsskandal: Ulysses-Übersetzung darf nicht erscheinen

Archivmeldung vom 01.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/DIE ZEIT"
Bild: "obs/DIE ZEIT"

Zehn Jahre dauerte es, den Roman "Ulysses" von James Joyce in der legendären Übersetzung von Hans Wollschläger zu überarbeiten - aber nun darf der Suhrkamp Verlag das Buch nicht veröffentlichen. Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT.

Ein Forscherteam hatte 5000 Änderungen und Korrekturen vorgenommen, doch die Wollschläger-Witwe Gabriele Gordon hat sich entschieden, die Publikation aus Copyright-Gründen zu verbieten. Sie bezeichnet die Arbeit als "rechtswidrige Bearbeitung der Wollschläger-Ulysses-Übersetzung durch Harald Beck" und beruft sich auf Paragraph 23 des Urheberrechtsgesetzes, demzufolge "Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes" nur mit "Einwilligung des Urhebers" veröffentlicht werden dürfen.

Der Suhrkamp Verlag hatte vergessen, bei den Erben die Rechte für die Überarbeitung einzuholen. Suhrkamp-Chef Jonathan Landgrebe spricht nun von einem "gescheiterten Versuch einer Werkpflege zulasten aller". Statt der groß aufgelegten Publikation soll nun eine Mini-Edition von 200 nicht frei verkäuflichen Exemplaren für die Wissenschaft erscheinen.

Quelle: DIE ZEIT (ots)

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