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"Wetten dass..?"-Wetten laut Gottschalk nicht gefährlicher geworden

Archivmeldung vom 06.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo von Wetten, dass..?
Logo von Wetten, dass..?

Nach dem Unfall eines Wettkandidaten am Samstagabend beteuerte "Wetten dass..?"-Moderator Thomas Gottschalk, dass die Wetten in der Sendung nicht riskanter und gefährlicher geworden sind. "Wir hatten bereits wesentlich riskantere Aktionen im Programm: Hauswandkletterer, Fallschirmspringer und Extremsportler. Der Kandidat war hochmotiviert, aber auch extrem gut vorbereitet", erklärte Gottschalk gegenüber der "Bild-Zeitung".

Man habe dem Kandidaten zudem mehrere Sicherheitsvorgaben gemacht, von denen er teilweise erst überzeugt werden musste. Der Showmaster widersprach der Darstellung, nach der sein Kandidat bereits bei den Proben schwer gestürzt sei. "Ich war bei allen offiziellen ZDF-Proben vor der Sendung dabei. Er hat die Autos immer sicher übersprungen und ist einmal nach der Landung kurz gestrauchelt und zu Boden gegangen, war aber sofort wieder auf den Beinen." Gottschalk habe sich am Tag nach dem Unfall mit den Eltern und Geschwistern des Verunglückten getroffen. Er und das ZDF täten alles, um dem 23-Jährigen und seiner Familie "zur Seite zu stehen."

Gottschalk: "Das war der schwierigste Moment meiner TV-Karriere"

Für ZDF-Moderator Thomas Gottschalk war die Zeit zwischen dem schweren Unfall bei der Live-Ausstrahlung von "Wetten, dass..?" am vergangenen Samstagabend und der Entscheidung, die Show abzubrechen, die schwierigste seiner Moderatorenkarriere. Das sagte er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung": "Ich habe immer damit geprahlt, dass mich vor der Kamera nichts erschüttern kann. Und ich habe immer dazu gesagt: bis auf Not und Tod. Dieser Fall lag nun zwischen Not und Tod, und dann ist keine Moderationskunst mehr gefragt. Es ging nur noch darum, mit einer furchtbaren Situation angemessen umzugehen." Günther Jauch habe ihm bereits eine E-Mail geschrieben, Johannes B. Kerner habe angerufen. "Da sitzen wir alle im gleichen Boot, so etwas wünscht sich niemand".

Vorwürfe, er und sein Team hätten unter dem Quoten- und Konkurrenzdruck eine unverantwortliche Wette ins Programm genommen, wies Gottschalk zurück: "Wir hatten immer schon riskante Wetten, ob mit Motorrädern oder auf Skisprungschanzen. Das ist ein Teil des Programms." Ob das nun allerdings so bleiben könne, ob "Wetten, dass..?" sich verändern müsse, hänge "davon ab, wie schnell es unserem Kandidaten besser geht". Er sei bei allen Proben dabei gewesen, Samuel sei nach einem Sprung kurz hingefallen, aber wieder aufgesprungen, "wie ein Fußballer nach einem leichten Foul".

ZDF-Verwaltungsratschef Beck fordert nach "Wetten, dass...?"-Unfall Quoten-Debatte

Der Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), hat bestürzt auf den Unfall in der ZDF-Show "Wetten, dass...?" reagiert. "Das ist ein schrecklicher Unfall. Unsere Gedanken sind zunächst bei dem jungen Mann und seiner Familie. Wir übersenden ihm unsere Genesungswünsche", sagte Beck der Tageszeitung "Die Welt". Beck lobte das Krisenmanagement Thomas Gottschalks sowie der zuständigen ZDF-Chefredaktion. "Es war die richtige Entscheidung von Thomas Gottschalk und den Verantwortlichen beim ZDF, die Sendung nach dem Unglück abzubrechen", so Beck. Allerdings stellten sich nach dem Unfall Frage, denen das ZDF als öffentlich-rechtlicher Sender nicht ausweichen dürfe. "Man muss jetzt aufklären, wie es zu dem schlimmen Unfall gekommen ist", sagte Beck und fügte hinzu: "Natürlich müssen wir über die Themen sprechen: Wann werden die Grenzen des Verantwortbaren überschritten? Wie viel Risiko darf man eingehen? Und natürlich müssen wir auch über die Themen Nervenkitzel, Waghalsigkeit und Quote reden. Die Verantwortlichen im Sender und auch die Gremien werden und müssen sich damit auseinandersetzen."

Ärzte: "Wetten, dass..?"-Kandidat außer Lebensgefahr

Für den verletzten "Wetten, dass..?"-Kandidaten besteht offenbar keine Lebensgefahr. Das teilte sein Ärzteteam am Sonntagnachmittag in Düsseldorf auf einer Pressekonferenz mit. Der Student befinde sich derzeit im künstlichen Koma, sein Zustand sei sehr kritisch hieß es weiter. Der 23-Jährige müsse deshalb auf der Intensivstation bleiben. Zuvor war in einer zweieinhalbstündigen Notoperation am Mittag das Halsrückenmark entlastet und die Halswirbelsäule stabilisiert worden. Nach Angaben der Ärzte konnte er das Bestreichen der Körperoberfläche nicht wahrnehmen, wobei es sich "um vorübergehende Lähmungen" handele. Der junge Mann hatte sich während einer spektakulären Wette in der Live-Sendung verletzt, in der er über mehrere Autos springen musste. Dabei war er mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. "Wetten, dass..?" war kurz darauf zum ersten Mal in der 29-jährigen Geschichte abgebrochen worden.

Justin Bieber betet für verletzen "Wetten, dass..?"-Kandidaten

Der Teenieschwarm Justin Bieber betet für den verletzten "Wetten, dass..?"-Kandidaten Samuel. Gleichzeitig verteidigte er die Entscheidung, die Sendung nach dem tragischen Unglück abzubrechen. Er und die anderen Promis, die am Abend in Düsseldorf auftreten wollten, seien sich einig, dass es nicht richtig gewesen wäre, die Show fortzusetzen. "Bitte betet für Samuel und seine Familie, während wir hier hoffen und warten, dass er gesund ist", appellierte Bieber auf seiner Internetseite an die Fans. Der 16-Jährige war neben Robbie Williams, der zusammen mit "Take That" auf der Gästeliste stand, einer der Top-Acts. Schon am Nachmittag hatten vor der Halle hunderte Bieber-Fans die Zufahrten blockiert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur



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