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Charlie Hebdo: Vater schockiert über Karikatur seines ertrunkenen Sohnes

Archivmeldung vom 16.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Freedom House, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Freedom House, on Flickr CC BY-SA 2.0

Abdullah Kurdi, der Vater des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan, dessen Photos die ganze Welt bewegten, hat die schockierenden Karikaturen des französische Satiremagazins als „furchtbar“ bezeichnet. In einem Gespräch mit Sputnik wies er alle gegen ihn erhobene Anschuldigungen, dass er selbst ein Mitglied der Schlepperbande sei, zurück.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins schreibt weiter: "„Könnte ich überhaupt so mit meiner Familie umgehen, wenn ich ein Schlepper wäre? Hätte ich mich dann überhaupt entschlossen, meine Frau und Kinder auf diese Reise zu schicken? Wenn ich nur gewusst hätte, dass sie so gefährlich ist, hätte ich sie niemals im Leben in das Boot gesetzt. Ist ein Mensch in der Lage, seine Kinder, seine geliebte Familie in den sicheren Tod zu schicken?“, sagte er.

Falls er ein Schlepper wäre, wäre er sofort nach der Tragödie nach Europa geflohen, um sich der Strafverfolgung zu entziehen.  Sein Ziel sei jedoch, die Verbrecher, die am Tod seiner Familie beteiligt sind, zu finden, damit sie schließlich vor Gericht kämen.

In der aktuellen Ausgabe des Satiremagazins Charlie-Hebdo ist eine Karikatur zu dem ertrunkenen Jungen zu sehen. Über dem am Strand liegenden, leblosen  Körper des Kindes ist ein Werbeschild mit dem Clown aus McDonald’s zu sehen — „Angebot: Zwei Kindermenüs zum Preis von einem“. Die Überschrift dieses Bildes lautet „Willkommen, Flüchtlinge! So nah am Ziel…“.

„Diese furchtbaren Bilder haben nicht nur mich, sondern auch ganz viele Menschen auf der ganzen Welt schockiert.“, sagte Kurdi."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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