Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Medien MDR-Appell an Radio-Regulierer: "Sie sind jetzt in der Pflicht"

MDR-Appell an Radio-Regulierer: "Sie sind jetzt in der Pflicht"

Archivmeldung vom 07.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Rundfunk-Sendemast
Rundfunk-Sendemast

Foto: Wdwdbot
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der MDR werde erst wieder in die terrestrische Rundfunkverbreitung investieren, wenn die Rahmenbedingungen bei der UKW-Radioverbreitung gesichert und die Rahmenbedingungen dafür geklärt sind. Diese klare Position, die MDR-Betriebsdirektor Ulrich Liebenow und MDR-Intendantin Karola Wille am Montag, 7. Mai 2018, in Leipzig vor dem MDR-Rundfunkrat vertraten, wurde vom Aufsichtsgremium ohne Einschränkung mitgetragen.

"Radio gehört zu den unverzichtbaren Infrastrukturen unseres Landes und darf nicht zum Spielball unternehmerischer Einzelinteressen werden", unterstrich der Vorsitzende des MDR-Rundfunkrates, Horst Saage. Betriebsdirektor Liebenow hatte zuvor die Auswirkungen des UKW-Antennenverkaufs auf den Radiomarkt erläutert. Die Auseinandersetzungen um höhere Erlöse für die technische Verbreitung hatten vor einigen Tagen in Androhungen, die UKW-Versorgung abzuschalten, ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden. Der Streit um die Antenne erschüttere nicht nur den Hörfunkmarkt sondern auch die Zuverlässigkeit aller anderen terrestrischen Verbreitungswege, also auch den Radiostandard DAB+ und die Fernsehübertragung mittels DVB-T2 HD, erläuterte Liebenow.

Der Rundfunkrat übte den Schulterschluss mit der Senderspitze, die an Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt und Politik appellierte: "Sie sind jetzt in der Pflicht, hier regulierend einzugreifen".

Quelle: MDR Mitteldeutscher Rundfunk (ots)

Anzeige: