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Natascha Kampusch wurde im Internet viel angefeindet

Freigeschaltet am 09.10.2019 um 06:30 durch Andre Ott
Buchcover "3096 Tage" von Natascha Kampusch
Buchcover "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Vor 13 Jahren flüchtete Natascha Kampusch nach acht Jahren in Gefangenschaft vor ihrem Entführer: Nun hat die österreichische Schmuckdesignerin ein Buch über Cybermobbing geschrieben. Sie selbst sei im Netz viel angefeindet worden, sagte Kampusch den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Auf die Frage, was sie am meisten getroffen habe, antwortete sie: "Dass alles nicht so schlimm war, was ich erlebt habe. Und dass es Leute gibt, die noch viel ärmer dran sind. Auch die Angriffe auf meine Familie haben mich getroffen. Viele wollten mich vielleicht auch gebrochen sehen", so Kampusch. Zudem erklärte sie, warum sie sich nach der Flucht nicht erstmal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat: "Ich denke, mein Leben wäre nicht leichter gewesen. Ich hätte meinen Namen ändern müssen, ich hätte keine Mittel gehabt, keine Ausbildung, kein Verständnis von anderen. Ich hätte viele Menschen über meine Vergangenheit belügen müssen", sagte Kampusch den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Obwohl ihre Flucht mittlerweile 13 Jahre her ist, holen sie manchmal noch die Erinnerungen ein: "Manchmal erinnern mich Gerüche oder Ähnliches an die Zeit in der Gefangenschaft", so die Schmuckdesignerin weiter. Die acht Jahre hätten sie "natürlich geprägt. Mein Körper und die Seele mer ken das", so Kampusch.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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