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#MeToo-Aktivistin und Weinstein-Opfer der Vergewaltigung beschuldigt

Archivmeldung vom 20.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Asia Argento bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2012
Asia Argento bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2012

Foto: Olivier Strecker
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Schauspielerin Asia Argento ist eine der ersten Frauen, die den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein der Vergewaltigung beschuldigt hat. Sie ist auch eine der prominentesten „MeToo“-Aktivistinnen. Nun sind brisante Dokumente in die Presse durchgesickert: Argento soll einen Minderjährigen sexuell bedrängt haben. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: "Argento hatte zuvor öffentlich berichtet, dass Harvey Weinstein sie 1997 während des Filmfestivals von Cannes in seinem Hotelzimmer missbraucht habe, als sie noch 21 Jahre alt gewesen sei. Der Hashtag #MeToo wurde später unter ihrer Mitwirkung in Umlauf gesetzt.

Wenige Monate nach dem Skandal um Weinstein im vergangenen Oktober soll Argento heimlich 380.000 US-Dollar Schweigegeld an Jimmy Bennet, einen jungen Schauspieler und Rocksänger, gezahlt haben. Dies geht aus den Dokumenten hervor, die die Zeitung „The New York Times“ nach eigenen Angaben per E-Mail von einer anonymen Quelle erhielt.

Bennet wirft Argento einen sexuellen Übergriff in einem Hotelzimmer im Jahr 2013 vor. Der Schauspieler war damals noch 17 Jahre alt, Argento 37. Das gesetzliche Mindestalter für einvernehmlichen Sex liegt in Kalifornien bei 18 Jahren.

Drei mit dem Fall vertraute Persönlichkeiten bestätigten dem Blatt die Echtheit der Unterlagen. Zu diesen gehört ein Selfie aus dem Jahr 2013, das die beiden in einem Bett liegend zeigt.

Mit dem Schweigegeld vermied Argento eine Klage vor Gericht. Für Bennetts Anwälte war der Vorfall in dem Hotel eine „sexuelle Nötigung“, durch die der junge Schauspieler traumatisiert wurde. Der Vorfall habe schwere Folgen für seine geistige Gesundheit und Arbeit gehabt.

Weder die Schauspielerin noch ihre Vertreter wollten den Vorfall gegenüber der Zeitung kommentieren."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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