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Designierter Kölner Schauspiel-Intendant sagt nach heftiger Kritik ab

Archivmeldung vom 02.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Carl Philip von Maldeghem (2018)
Carl Philip von Maldeghem (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Carl Philip von Maldeghem, designierter Intendant des Schauspiel Köln, bleibt in Salzburg. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf eine Erklärung des Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer.

Nach "reiflicher Überlegung und seiner Intuition folgend", heißt es in der Mitteilung aus dem Büro des Landeshauptmanns, habe sich von Maldeghem für das Salzburger Landestheater und gegen einen Wechsel an das Schauspiel Köln entschieden. Erst am vergangenen Freitag hatten die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach den 49-Jährigen als Nachfolger Stefan Bachmanns präsentiert. Von Maldeghem sollte im Sommer 2021 ans Schauspiel Köln wechseln. Die Berufung des langjährigen Intendanten des Salzburger Landestheaters war allerdings auf zum Teil heftige Kritik gestoßen.

Von Maldeghem sei ein unbeschriebenes Blatt, so der allgemeine Tenor, dem Kölner Theater drohe ein Rückfall in die Provinz. Der Kölner Autor Navid Kermani sprach anlässlich der Berufung von Maldeghems im "Kölner Stadt-Anzeiger" von einer "Demütigung für Köln". In Salzburg zeigte man sich am Freitag dagegen hocherfreut über den Verbleib von Maldeghems. Der Intendant begründete seinen Verbleib auch damit, "dass die Politik in Stadt und Land voll hinter dem Haus steht - man ist sich des Stellenwertes des Schauspiels im Besonderen, aber auch der Bedeutung der Kultur insgesamt in einem Maße bewusst, wie dies kaum sonst wo der Fall ist."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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