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Gesunde Ernährung lindert Depression

Archivmeldung vom 07.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Nebel-Schienen: Ernährungsumstellung hilft.
Nebel-Schienen: Ernährungsumstellung hilft.

Bild: pixelio.de/Lutz Stallknecht

Abnehmen erhöht die Nährstoffkonzentration im Körper, reduziert Fett und lindert damit die Symptome einer Depression. Das hat eine Analyse der Daten von fast 46.000 Personen durch Wissenschaftler der University of Manchester gezeigt. Laut Forschungsleiter Joseph Firth ist es bisher nicht gelungen, endgültig festzustellen, ob eine verbesserte Ernährung Vorteile für die psychische Gesundheit bringt.

Gute Stimmung, weniger Angst

Für die in "Psychosomatic Medicine" veröffentlichte Studie haben die Experten alle bestehenden Daten aus klinischen Studien zu Ernährung und psychischen Erkrankungen ausgewertet. Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass eine Verbesserung der Ernährung die Symptome einer Depression verringert. Das gelte auch für Personen, bei denen eine Depression nicht offiziell diagnostiziert wurde.

"Unsere Meta-Analyse hat gezeigt, dass eine gesündere Ernährung sich positiv auf die Stimmung auswirken kann. Klare Auswirkungen auf Angstgefühle konnten jedoch nicht nachgewiesen werden", so Firth. Für die Studie wurden die Daten von 16 randomisierten kontrollierten Studien kombiniert, die die Auswirkungen von Ernährungsinterventionen auf die Symptome von Depression und Angst untersucht hatten.

An den Studien hatten insgesamt 45.826 Personen teilgenommen. Großteils wurden Samples untersucht, bei denen keine klinische Depression vorlag. Alle Arten einer verbesserten Ernährung schienen dabei die gleichen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit zu haben. Laut Firth ist es positiv, dass im Normalfall keine besondere Diät erforderlich ist.

Weniger Fast Food wichtiger Schritt

"Bereits einfache Veränderungen wirken sich positiv aus. Mahlzeiten mit mehr Nährstoffen, die reich an Ballaststoffen und Gemüse sind, und weniger Fast Food und raffinierter Zucker scheinen ausreichend zu sein, um die möglichen negativen psychologischen Auswirkungen einer Ernährung mit Junk Food auszugleichen", unterstreicht Firth.

Mitautor Brendon Stubbs vom Maudsley Biomedical Research Centre zufolge ist damit einmal mehr belegt, dass Veränderungen des Lebensstils ein wichtiger Therapieansatz von Stimmungstiefs und Depressionen sind. "Unsere Studie hat gezeigt, dass die Kombination von Veränderungen der Ernährung mit Sport die Symptome einer Depression weiter verringern kann."

Vor allem Frauen profitieren davon

Bei Studien mit Teilnehmerinnen konnten sogar noch größere Vorteile einer Umstellung der Ernährung nachgewiesen werden. Das galt für die Symptome von Depressionen und Angst. Laut Firth ist noch nicht ganz klar, warum ein Teil der Daten deutlich größere Vorteile für Frauen gezeigt hat. Hier seien weitere Forschungen notwendig. Es müsse auch herausgefunden werden, wie die Vorteile einer gesunden Ernährung mit Verbesserungen der körperlichen Gesundheit in Verbindung stehen.

Mögliche Erklärungen seien eine Verringerung von Fettleibigkeit, Entzündungen oder Müdigkeit, die alle mit der Ernährung und den Auswirkungen auf die psychische Gesundheit in Zusammenhang stehen. Weitere Studien seien auch notwendig, um die Auswirkungen von Ernährungsinterventionen auf Personen mit klinisch diagnostizierten psychischen Erkrankungen zu erforschen.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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