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Infektionsforscherin stellt Impfreihenfolge nach Alter in Frage

Freigeschaltet am 23.02.2021 um 06:43 durch Sanjo Babić
Wozu soll die Impfung noch gleich sein? (Symbolbild)
Wozu soll die Impfung noch gleich sein? (Symbolbild)

Bild: Pandemimimi / Eigenes Werk

Die international bekannte Infektionsbiologin Gabriele Pradel von der RWTH Aachen stellt die Impfpriorisierung nach Alter in Frage. "Gerade ältere Menschen sprechen oft schlecht auf Impfungen an", schreibt die Aachener Professorin in einem Beitrag für die "Rheinische Post".

Die Mechanismen der Immunisierung funktionierten bei älteren Menschen meist nicht mehr richtig, so die Naturwissenschaftlerin, die zu den führenden Infektionsforschern Deutschlands zählt. "Wie alle Organe und Gewebe unseres Körpers altert auch unser Immunsystem. Im schlimmsten Fall müssen ältere Menschen wiederholt in kurzen Abständen geimpft werden, um sie dauerhaft vor einer Infektion zu bewahren", schreibt Pradel weiter. "Im Kampf gegen Covid-19 ist momentan jedoch nur eine beschränkte Anzahl an Impfdosen vorhanden, um unsere Gesellschaft als Ganzes gesund und funktionsfähig zu halten. Eine Impfpriorität nach Lebensalter ist vor diesem Hintergrund diskutabel."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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