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Silvester: So laut kann Feuerwerk werden Mit Gehörschutz Hörschäden vermeiden

Archivmeldung vom 05.12.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.12.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Grafik: Was ist wie laut? Ab welcher Lautstärke ist das Gehör gefährdet oder die Schmerzgrenze überschritten?
Grafik: Was ist wie laut? Ab welcher Lautstärke ist das Gehör gefährdet oder die Schmerzgrenze überschritten?

Bildrechte: Bundesinnung der Hörakustiker Fotograf: Bundesinnung der Hörakustiker

Böller und Knaller - zu Silvester lassen es Millionen von Menschen überall auf der Welt richtig krachen und begrüßen das neue Jahr mit Feuerwerk. Was manche beim Einsatz von Pyrotechnik unterschätzen: Ein Feuerwerkskörper kann eine Lautstärke von 140 Dezibel (dB) und mehr erreichen. Dies ist lauter als ein Presslufthammer. Explodiert beispielsweise ein Böller wenige Meter vom ungeschützten Ohr entfernt, ist das Risiko für ein Knalltrauma, einen Tinnitus und Hörverlust besonders hoch. "Bei Lautstärken ab etwa 85 Dezibel kann das Gehör Schaden nehmen. Ab 125 Dezibel ist die Schmerzgrenze überschritten", sagt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha).

Damit kein Knalltrauma oder ein irreversibler Gehörschaden entsteht, raten Hörakustiker zu Gehörschutz. "Ein einziger Knall kann ausreichen, um die feinen Haarsinneszellen im Ohr irreparabel zu schädigen. Darum ist es ratsam, das Gehör vor kurzen, lauten Schallimpulsen oder länger andauernder Lärmeinwirkung zu schützen", erklärt Schmidt. Der Hörakustikmeister, der als Pädakustiker zusätzlich auf schwerhörige Kinder spezialisiert ist, weiß: "Insbesondere Kinder und junge Menschen können oft die Lautstärke und das Risiko nicht richtig einschätzen, das von Böllern, Knallern und Pyrotechnik für ihr empfindliches Gehör ausgeht. Sie gilt es, dafür zu sensibilisieren, um einer frühen Lärmschwerhörigkeit vorzubeugen."

Schmidt empfiehlt: "Um sich vor Langzeitschäden am Gehör bestmöglich zu schützen, hilft es, in Situationen, wo Pyrotechnik gezündet wird, Gehörschutz zu tragen und möglichst Abstand zu halten." Im Gegensatz zu einfachen Einweg-Ohrstöpseln sitzt individuell angepasster Gehörschutz vom Hörakustiker optimal im Gehörgang, schirmt diesen vor Lärm sicher ab und ist mehrfach einsetzbar. Darin lassen sich Filter verbauen, die Lärm sicher ausblenden, aber Stimmen durchlassen. So bleibt eine Unterhaltung mit geschütztem Gehör möglich. Zudem ist für Kinder auch Kapselgehörschutz, sogenannte Micky-Mäuse, gut geeignet. Hörakustiker können zu den verschiedenen Gehörschutzlösungen kompetent beraten.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 7.200 Hörakustiker-Betrieben und ca. 18.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Die Versorgungsqualität im Bereich von Hörsystemen ist in Deutschland sehr gut, das bestätigt die größte jemals von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführte Versichertenbefragung zur Hörsystemversorgung in Deutschland. Rund 90 Prozent der Versicherten waren "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit der individuellen Versorgungssituation. Und das unabhängig davon, ob der Versicherte eine mehrkostenfreie Versorgung gewählt oder eine private Zuzahlung geleistet hat.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

Quelle: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (ots)

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