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Kardiologe warnt vor schweren Herzschäden durch "Partydrogen"

Archivmeldung vom 13.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Aufgrund des Konsums von sogenannten Partydrogen werden viele junge Menschen in Deutschland nach Ansicht des Kardiologen Heinrich Klues in den nächsten Jahren schwer herzkrank werden. Klues behandelt momentan drei junge Patienten, die neue Amphetamin-Varianten eingenommen hatten, im Helios-Klinikum in Krefeld. Zwei von ihnen benötigen ein Spenderherz, der dritte ist an ein Kunstherz angeschlossen. Klues berichtete im Nachrichtenmagazin "Focus" von bundesweit weiteren 36 Teenagern und jungen Erwachsenen mit schweren Herzproblemen.

"Alle bekannten Fälle in Deutschland eint, dass stets beide Herzkammern schwer geschädigt sind", so Klues. Der Wunsch nach Dauerpartys an den Wochenenden und der Leistungsdruck für Schüler und Studenten ließen den Drogenkonsum rapide wachsen. "In den USA ist das schon lange ein Thema, in Deutschland wird es etwa die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie auf ihrer nächsten Vorstandssitzung erörtern", so Klues.

Er habe noch nie bei so jungen Patienten so schwere Symptome wie bei seinen drei Patienten gesehen, die zwischen 19 und 23 Jahre alt sind. "Als die Drei hier ankamen, konnten sie kaum noch atmen, keine Treppe mehr ohne große Atemnot hochkommen", berichtete der Arzt. Einer habe nachts nicht mehr flach liegend schlafen können, weil er sonst Atemprobleme bekam, "ein typisches Zeichen schwer Herzkranker. Auch diagnostizierten wir schwere Schwellungen in den Beinen und Wasserablagerungen in den Rippenfellen."

In Gesprächen mit anderen Drogen-Experten habe er viel über die kriminelle Herstellerszene der Amphetamine erfahren, erklärte Klues. Er berichtete, die Produzenten-Szene sei äußerst mobil. "Die Hersteller verändern die Pillen chemisch quasi wöchentlich, so dass der Organismus die Stoffe immer schneller aufnehmen kann und der Rausch immer länger dauert."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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