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Mega-Virus verblüfft Forscher: Gefahr aus dem All?

Archivmeldung vom 01.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de
Bild: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de

Der kürzlich vor Australiens Küste entdeckte Pandoravirus sorgt, wie Aljena Rakitina bei Radio "Stimme Russlands" berichtet, unter Forschern für Aufsehen. Er ist verblüffend groß und löst Spekulationen über eine außerirdische Herkunft aus. Eine russische Biologin klärt über die weiteren Aussichten der Forschung auf.

Weiter heißt es dort: "Der Pandoravirus ist viel größer als alle anderen Viren und sieht praktisch wie eine Bakterienzelle aus. Zudem sind 93 Prozent seines Erbguts bislang unbekannt. Dies hat die Forscher dermaßen überrascht, dass sie mittlerweile über eine außerirdische Herkunft des Virus spekulieren.

Der Pandoravirus kann überall existieren, ihm passt praktisch jedes Milieu – von einem Gewässer bis hin zu einer Amöbe, die auf der Oberfläche einer Kontaktlinse lebt. Wenn sich der Mega-Virus im Körper eines Wirts befindet, vermehrt er sich erfolgreich, indem er die Zellen- und Eiweiß-DNA aufsaugt. Sobald der Kern der betroffenen Zelle zerstört ist, kommen Hunderte Kopien des Virus zustande. Dann wiederholt sich der Vorgang immer wieder.

Die Franzosen Jean-Michel Claverie und Chantal Abergel, die den Pandoravirus entdeckt haben, erhoffen sich von seiner Erforschung einen Durchbruch in Sachen Biologie. Die russische Biologin Swetlana Kassatkina stimmt zu:

„Diese Entdeckung verändert völlig unsere Vorstellung über die Viren. Dieser Virus ist einzigartig. Seine Erforschung soll Aufschluss darüber geben, ob er vollwertigen Zellen entstammen könnte. Wie jeder andere Virus kann der Pandoravirus sich außerhalb von Zellen nicht vermehren, denn er ist ein obligatorischer Parasit. Wenn sich die Vorfahren der Mega-Viren von den Vorfahren der Eukaryoten und Bakterien unterschieden haben, so können wir möglicherweise die Evolution der Prokaryoten und der Viren sorgfältiger verfolgen.“

Derzeit gehen die Forscher davon aus, dass der Pandoravirus für den Menschen nicht gefährlich ist. Das kann man allerdings nicht hundertprozentig sagen, denn der neue Virus ist noch wenig erforscht. Die Wissenschaftler wollen verfolgen, wie er sich langfristig entwickelt, um einen endgültigen Befund zu liefern. Erst dann kann eine außerirdische Herkunft bestätigt bzw. dementiert werden."

Quelle: Text Aljena Rakitina - „Stimme Russlands"

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