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Angst vor Hautkrebs groß - Deutsche sonnen sich trotzdem gern

Archivmeldung vom 05.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Nacktbereich des Strandbads Müggelsee in Ostberlin (1989)
Nacktbereich des Strandbads Müggelsee in Ostberlin (1989)

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1989-0710-419 / Uhlemann, Thomas / CC-BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Jeder zweite Bundesbürger hat Angst, an Hautkrebs zu erkranken - trotzdem ist der Umgang mit der Sonne recht unbekümmert. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Ein Drittel der Bundesbürger schützt seine Haut demnach gar nicht mit Sonnenschutzmitteln.

Obwohl vier von fünf Deutschen der Schutz vor Sonneneinstrahlung sehr wichtig ist, gab fast jeder zweite Mann (46 Prozent) und ein Viertel aller Frauen (24 Prozent) an, im Frühjahr und Sommer allenfalls zu besonderen Gelegenheiten Sonnenschutz zu verwenden. Und nur jeder Zweite weiß, was der Lichtschutzfaktor bei Sonnenschutzmitteln überhaupt bedeutet. Auch die Krebsfrüherkennung, die gesetzliche Krankenkassen alle zwei Jahre ab einem Alter von 35 Jahren übernehmen, wird noch zu wenig genutzt.

Etwas mehr als jeder Vierte ab 35 Jahren (28 Prozent) hat das Angebot des Hautkrebs-Screenings bisher gar nicht in Anspruch genommen. Jede fünfte Person, die das Hautkrebs-Screening bisher nicht genutzt hat, hält das Hautkrebs-Screening für nicht notwendig (22 Prozent). Ein Viertel der Über-49-Jährigen hat die Früherkennungsuntersuchung bisher noch nie durchführen lassen. 62 Prozent aller Befragten untersuchen die eigene Haut mindestens einmal pro Jahr selbst auf Auffälligkeiten. Jeder Dritte (32 Prozent) hat bei sich schon einmal ein auffälliges Muttermal entdeckt. Weniger als die Hälfte der Befragten (46 Prozent) meidet normalerweise lange Aufenthalte in der Sonne, nur rund ein Drittel (37 Prozent) meidet die Mittagssonne.

Über ein Drittel (35 Prozent) verwendet Sonnencreme oder -spray allenfalls zu besonderen Gelegenheiten wie im Urlaub oder im Freibad. Drei von fünf Personen (60 Prozent) empfinden Eincremen als aufwändig, über die Hälfte (56 Prozent) vergisst häufig, sich mit Sonnencreme einzucremen. 40 Prozent der Befragten geben an, einmal oder mehrmals pro Jahr einen Sonnenbrand zu haben. Zwei Drittel der Jüngeren zwischen 18 und 34 Jahren (64 Prozent) hatten in den letzten Jahren etwa einmal pro Jahr oder häufiger einen Sonnenbrand. Das trifft auch auf mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) zwischen 35 und 49 Jahren zu. Mit weit mehr als 200.000 neu erkrankten Betroffenen pro Jahr zählt Hautkrebs laut Robert-Koch-Institut zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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