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Schwanger kiffen macht Kindern Schlafprobleme

Freigeschaltet am 07.07.2020 um 08:53 durch Thorsten Schmitt
Marihuana: Kann Ungeborenen schaden.
Marihuana: Kann Ungeborenen schaden.

Bild: Kimzy Nanney, unsplash.com

Wenn Frauen während einer Schwangerschaft Marihuana konsumieren, haben ihre Kinder später eher klinische Schlafprobleme. Das ergab eine Studie der University of Colorado Boulder. Zehn Jahre später zeigt der Nachwuchs demnach beispielsweise eher Symptome von Schlafsucht. Da in den USA immer mehr Schwangere Marihuana unter anderem als Mittel gegen Morgenübelkeit nutzen, mahnen die Forscher, der Substanz in der Schwangerschaft lieber mit der gleichen Vorsicht zu begegnen wie Alkohol und Tabak.

Verdächtige Schlafprobleme

In den USA hat in den vergangenen Jahren die große Mehrheit der Bundesstaaten Marihuana zumindest entkriminalisiert oder sogar legalisiert. Damit ist der Konsum gestiegen, auch unter Schwangeren. Sieben Prozent nutzen Marihuana in irgendeiner Form, unter anderem, weil Ausgabestellen es als Mittel gegen Morgenübelkeit empfehlen. Doch wie andere legale Drogen birgt offenbar auch Marihuana Gefahren für den Nachwuchs. Darauf deutet jedenfalls die aktuelle Untersuchung hin. Offenbar leiden Kinder, die schon im Mutterleib mit Marihuana in Berührung gekommen sind, eher unter Schlafproblemen.

Das Team wertete Daten der 2015 gestarteten Studie "Adolescent Brain and Cognitive Development" aus, die 12.000 Kinder erfasst hat. Immerhin 700 Mütter gab dort an, dass sie während der Schwangerschaft, also rund zehn Jahre zuvor, in irgendeiner Form - ob nun geraucht oder als Keks - Marihuana konsumiert haben. Eben diese Mütter berichteten viel öfter von klinischen Schlafproblemen ihrer Kinder. Beispielsweise zeigten diese überhäufig Symptome von Schlafsucht wie Probleme mit dem morgendlichen Aufwachen oder großer Müdigkeit tagsüber.

Meiden wie Alkohol und Tabak

Die Forscher betonen zwar, dass die Untersuchung nicht eindeutig Marihuanakonsum schwangerer Mütter als Ursache von Schlafproblemen der Kinder definiert. Doch reihe sie sich in eine wachsende Zahl von Studien ein, die auf einen solchen Zusammenhang hindeuten. "Als Gesellschaft haben wir lange Zeit gebraucht, um zu verstehen, dass Rauchen und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft nicht ratsam sind, aber heute gilt das als gesunder Hausverstand", meint John Hewitt, Leiter des Institute for Behavioral Genetics in Boulder. Eben dieser Hausverstand sollte angesichts solcher Ergebnisse wohl auch bei Marihuana Anwendung finden.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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