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Infektiologin für Offenlegung der Daten bei Impfstoff-Zulassung

Archivmeldung vom 04.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
So schnell als möglich soll (fast) die gesamte Menschheit sich genetisch manipulieren lassen, ohne zu wissen wozu, wie und warum (Symbolbild)
So schnell als möglich soll (fast) die gesamte Menschheit sich genetisch manipulieren lassen, ohne zu wissen wozu, wie und warum (Symbolbild)

Bild: Pandemimi / Eigenes Werk

Die Infektiologin Marilyn Addo hat sich bei der möglichen Zulassung eines Corona-Impfstoffs für eine Offenlegung der Studiendaten ausgesprochen. "Und um jetzt aufklären zu können für unsere Impfkampagnen brauchen wir natürlich aus diesen großen Studien mit 30.000, 40.000 Probanden genau diese Daten", sagte die Leiterin der Infektiologie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf am Donnerstag dem Deutschlandfunk.

"In wie vielen Prozent haben Leute Kopfschmerzen bekommen? Wie viel Prozent ist diese Nebenwirkung aufgetreten?" Das seien alles vorübergehende Nebenwirkungen, die alle nach ein bis zwei Tagen wieder weg gewesen seien, wenn sie aufgetreten sind. "Aber das ist natürlich wichtig, damit wir auch da transparent aufklären können", sagte die Wissenschaftlerin.

Es sei gut, dass man momentan elf verschiedene Impfstoffe in verschiedenen Impfstoffstrategien und -kategorien schon in der Phase III, der klinischen Prüfung, habe. "Es ist ja oft gesehen worden, dass zum Beispiel in der älteren Population bei der Grippeimpfung oft die Impfantworten schwächer sind als in einer jüngeren Population. Vielleicht braucht es dann halt für verschiedene Bevölkerungsgruppen verschiedene Impfansätze", sagte Addo. Deswegen sei es gut, dass man derzeit breit aufgestellt ist. "Die mRNA-Impfstoffe sind jetzt vorne in der Entwicklung, weil sie so schnell hergestellt werden können, aber wir sollten auch die anderen Ergebnisse noch abwarten. Wir brauchen auch sicherlich mehr als einen Impfstoff, um die Weltbevölkerung zu versorgen", so die Infektiologin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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