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Pubertät: Bei Verliebten droht Chaos der Blutzuckerwerte

Freigeschaltet am 13.01.2021 um 09:05 durch Andre Ott
Der frühe Eintritt in die Pubertät überfordert Mädchen. Bild: pixelio.de/Hofschläger
Der frühe Eintritt in die Pubertät überfordert Mädchen. Bild: pixelio.de/Hofschläger

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, wird's oft schwierig - sowohl für die Eltern als auch für den Nachwuchs selbst. Vor einem ernsten Problem stehen Eltern, wenn das Kind Diabetes hat und nun keine Lust mehr verspürt, sich um seine Erkrankung zu kümmern.

"Diabetes passt eigentlich gar nicht in die Pubertät, in der Kinder auch mal unbedacht und verrückt sein dürfen, um ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln", sagt der Psychologe Professor Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Mergentheim im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Motivation durch Austausch mit anderen Betroffenen

Die Kunst für Jugendliche mit Diabetes besteht darin, eine Balance zwischen gesundem Aufwachsen und guten Blutzuckerwerten zu finden, so Psychologe Kulzer. Wenn beispielsweise das Kind in der Pubertät schusselig wird und vergisst, den Blutzucker zu kontrollieren oder das Insulin in den Schulranzen zu packen, sollten Eltern mit ihm sprechen, was motivieren könnte. Hier können Vereinbarungen helfen - zum Beispiel: Wenn es der Nachwuchs einen Monat lang schafft, gut mit dem Diabetes zurechtzukommen, erfüllen die Eltern ihm einen Wunsch. Motivation können sich Teenager auch beim Austausch mit anderen Betroffenen holen - zum Beispiel in Feriencamps für Kinder und Jugendliche mit Typ 1.

Die Unstetigkeit macht Pubertierenden zu schaffen

Gerade im Teenageralter spielen zudem oft die Hormone verrückt. Dadurch wirkt das Insulin nicht mehr so gut. Wachstumshormone führen zum Beispiel oft zu einem hohen Morgenzucker. "Ist dann bei frisch Verliebten noch das Aufputschhormon Adrenalin im Spiel, ist ein Chaos der Blutzuckerwerte programmiert", schildert Kulzer die Problematik. Jeder Tag kann anders sein - und diese Unstetigkeit macht Pubertierenden zu schaffen. Hier müssen Eltern Verständnis haben: Den Diabetes in dieser Phase im Griff zu haben kostet viel Kraft. "Eine engmaschige Betreuung beim Arzt ist sinnvoll", sagt Kulzer. "Moderne Insulinpumpen - am besten in Kombination mit Glukosesensoren - mildern oft das Auf und Ab der Werte."

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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