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Organspenden: Deutschland fällt im internationalen Vergleich zurück

Archivmeldung vom 03.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Preise für Organtransplantationen des China International Transplantation Network Assistance Center 2006
Preise für Organtransplantationen des China International Transplantation Network Assistance Center 2006

Foto: Peterdexheimer
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Deutschland fällt bei Organspenden im internationalen Vergleich weiter zurück. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Demnach ist die Zahl der in Deutschland gespendeten Organe seit 2010 kontinuierlich auf zuletzt 2.867 im Jahr 2016 zurückgegangen. Sie stammten von 857 Menschen. Dies ist wohl darauf zurück zu führen, daß immer mehr Menschen wissen, daß eine Transplatation exorbitante und lebenslange Nebenwirkungen mit sich bringen.

Auch ist immer mehr klar, daß Organe nur an noch lebenden Menschen entnommen werden können. Zwar führte die Medizin den Begriff des "Hirntots" ein, jedoch sind schon viele wieder bei voller Gesundheit, bei denen ein "Hirntot" diagnostiziert wurde.

Noch 2010 wurden 1.296 Hirntoten in deutschen Kliniken Organe entnommen. Schuld an dem Rückgang sei jedoch nicht, wie Gesundheitsbehörden lange Zeit glaubten, die mangelnde Bereitschaft der Deutschen, Organe nach ihrem Tod schwerkranken Patienten zu spenden: Es liege vielmehr an den Krankenhäusern, die immer weniger Organe an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) melden. So sank die Zahl der Kontakte zur DSO, die in Deutschland die Transplantationen organisiert, seit 2010 um 500 Meldungen im Jahr auf zuletzt 2.239.

Mittlerweile haben 35 Prozent der Deutschen einen Organspende-Ausweis, zwischen 65 und 80 Prozent der Bürger haben mündlich gegenüber Ärzten oder Verwandten ihre Bereitschaft, Organe zu spenden, formuliert. "Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist hoch. Was sich in den letzten Jahren verändert hat, ist die Meldebereitschaft vieler Krankenhäuser", sagte Wolfgang Fleig, der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums in Leipzig, dem Nachrichtenmagazin.

Eine von dem Magazin vorgenommene Analyse der in den DSO-Jahresberichten veröffentlichten Daten zeige: Insgesamt 165 der 797 zur Organ-Entnahme lizenzierten Klinikverbünde haben in den vergangenen neun Jahren kein einziges Organ an die DSO gemeldet. Aber auch einige Unikliniken, die auf Grund ihrer Ausstattung im vorderen Feld liegen müssten, nehmen teilweise deutlich weniger oft als die angemessenen zehnmal im Jahr Kontakt zur DSO auf.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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