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Jede vierte Australierin wird an Demenz erkranken

Archivmeldung vom 21.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, Rainer Sturm
Bild: pixelio.de, Rainer Sturm

Mindestens ein Viertel der Australierinnen über 70 Jahren wird laut einer Studie der University of Queensland (UQ) an einer Demenz erkranken. Das Team um Michael Waller hat ein neues Verfahren eingesetzt, um eine aktuelle Schätzung für die australische Bevölkerung zu erstellen. Laut dem Forscher der UQ School of Public Health gibt es jedoch widersprüchliche Informationen.

"Einerseits erwarten wir, dass sich die Zahl der an Demenz erkrankten Frauen erhöht, andererseits legen internationale Forschungsergebnisse nahe, dass es zum Rückgang kommen könnte", so Waller. Aktuelle Schätzungen seien wichtig, damit Politiker, das Gesundheitswesen und die Dienstleister die Anforderungen erfüllen. "Es gibt für Demenz kein nationales Register, daher müssen die australischen Entscheidungsträger auf internationale Studien zurückgreifen oder die Ergebnisse klinischer Studien mit geringen Teilnehmerzahlen hochrechnen."

Die Forscher haben das Capture-Recapture-Verfahren genutzt, das häufig von Ökologen eingesetzt wird. "Wo Ökologen mit Tieren arbeiten, arbeiten wir jedoch mit Daten. Statt dem Einfangen, Kennzeichnen, Freisetzen und Wiedereinfangen von Tieren, wenden wir das gleiche Verfahren auf Gesundheitsdaten an, um die Anzahl der Erkrankungen zu schätzen." Die Verbreitung der Demenz werde oft unterschätzt. Dieses Verfahren erlaube den Vergleich verschiedener Datenquellen und eine Einschätzung der Fälle, die übersehen worden sein könnten.

12.000 Datensätze analysiert

Die Forscher analysierten die Daten von 12.000 Frauen, die zwischen 1921 und 1926 geboren wurden und an der Australian Longitudinal Study on Women's Health teilgenommen hatten. In den vergangenen 20 Jahren beantworteten sie Fragebögen zum ihrem Lebensstil, Aktivitäten sowie zu ihrer psychischen und körperlichen Gesundheit.

Die Daten wurden mit weiteren Daten wie dem the National Death Index, dem Pharmaceutical Benefits Scheme und Daten von Krankenhäusern in Verbindung gebracht. So sollte herausgefunden werden, ob bei einer Studienteilnehmerin eine Demenz diagnostiziert worden war. Laut Waller wäre früher eine ältere Teilnehmerin mit Demenz einfach aus der Studie herausgefallen. "Durch die Verknüpfung mit zusätzlichen Gesundheitsdaten können wir jedoch herausfinden, was mit diesen Frauen geschehen ist und ihr Beitrag ist nicht verloren."

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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