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Nächtlicher Fluglärm gefährdet das Herz

Archivmeldung vom 03.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flüge in der Nacht rauben vielen den Nerv. Bild: pixelio.de/Schubalu
Flüge in der Nacht rauben vielen den Nerv. Bild: pixelio.de/Schubalu

Wer in den Nachtstunden häufig Flugzeuge über sich hinwegbrausen hört, läuft eher in Gefahr einer Herz- oder Kreislauferkrankung. Zudem werden speziell Frauen öfters depressiv. Zu diesem Schluss kommen Forscher, die im Auftrag des deutschen Umweltbundesamtes (UBA) die Gesundheitsfolgen von nächtlichem Fluglärm in der Region Köln-Bonn untersucht haben.

Brisant sind die Ergebnisse, da sich laut UBA fünf Mio. Deutsche durch Fluglärm „hochgradig belästigt“ fühlen und jeder Dritte über Fluglärm klagt.

Flugzeuge stören den Schlaf

Schon in früheren Erhebungen konnten die Forscher zeigen, dass Personen, die über viel nächtlichen Fluglärm klagen, häufiger an Bluthochdruck leiden und zudem weit mehr Medikamente verschrieben bekommen. „Jetzt konnten wir diese Ergebnisse noch verfeinern, indem wir Krankenkassen-Daten von einer Mio. Spitalsdiagnosen einarbeiteten“, berichtet der UBA-Experte für Lärmminderung Thomas Myck im pressetext-Interview.

Dass Lärm ein wichtiger Stressor ist, wurde bisher für den Straßenverkehr hinreichend dargelegt. „Menschen, die in den Nachtstunden regelmäßig starkem Fluglärm ausgesetzt sind, fühlen sich oft schon vor dem Zubettgehen gestört oder sie wachen nachts auf. Das macht auf Dauer unruhig und nervös“, erklärt Mycks Kollege Rene Weinandy. Die Folgen seien häufigere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und besonders bei Frauen vermehrt Depressionen.

Einschränkung des Nachtverkehrs sinnvoll

Ein Teil des nächtlichen Fluglärms ist laut Ansicht der Experten vermeidbar. „Man könnte im Bedarfsfall die Nachtflüge einschränken oder ganz verbieten“, so Myck. Besonders betreffe das Flugzeuge, die viel Lärm erzeugen. „Frachtflugzeuge älteren Baujahres sollten nachts zumindest durch leisere Flieger ersetzt werden.“

Wie nachtaktiv der Himmel über der Region Köln-Bonn ist, verdeutlicht die Statistik. 2008 gab es den UBA-Experten zufolge 35.045 Flüge zwischen 22 und 6 Uhr, was ein Viertel der Gesamtflugbewegung sei. Übertragbar auf andere Flughafen-nahe Regionen sei die Studie allerdings nicht ohne weiteres. „Auch im Gebiet Leipzig-Halle gibt es viele Nachtflüge. Wie sehr die Ergebnisse andere Gebiete betreffen, ist allerdings noch nicht geklärt“, betont der Experte.

Quelle: pressetext.deutschland (Johannes Pernsteiner)

Flugzeuge stören den Schlaf

Schon in früheren Erhebungen konnten die Forscher zeigen, dass Personen, die über viel nächtlichen Fluglärm klagen, häufiger an Bluthochdruck leiden und zudem weit mehr Medikamente verschrieben bekommen. „Jetzt konnten wir diese Ergebnisse noch verfeinern, indem wir Krankenkassen-Daten von einer Mio. Spitalsdiagnosen einarbeiteten“, berichtet der UBA-Experte für Lärmminderung Thomas Myck im pressetext-Interview.

Dass Lärm ein wichtiger Stressor ist, wurde bisher für den Straßenverkehr hinreichend dargelegt. „Menschen, die in den Nachtstunden regelmäßig starkem Fluglärm ausgesetzt sind, fühlen sich oft schon vor dem Zubettgehen gestört oder sie wachen nachts auf. Das macht auf Dauer unruhig und nervös“, erklärt Mycks Kollege Rene Weinandy. Die Folgen seien häufigere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und besonders bei Frauen vermehrt Depressionen.

Einschränkung des Nachtverkehrs sinnvoll

Ein Teil des nächtlichen Fluglärms ist laut Ansicht der Experten vermeidbar. „Man könnte im Bedarfsfall die Nachtflüge einschränken oder ganz verbieten“, so Myck. Besonders betreffe das Flugzeuge, die viel Lärm erzeugen. „Frachtflugzeuge älteren Baujahres sollten nachts zumindest durch leisere Flieger ersetzt werden.“

Wie nachtaktiv der Himmel über der Region Köln-Bonn ist, verdeutlicht die Statistik. 2008 gab es den UBA-Experten zufolge 35.045 Flüge zwischen 22 und 6 Uhr, was ein Viertel der Gesamtflugbewegung sei. Übertragbar auf andere Flughafen-nahe Regionen sei die Studie allerdings nicht ohne weiteres. „Auch im Gebiet Leipzig-Halle gibt es viele Nachtflüge. Wie sehr die Ergebnisse andere Gebiete betreffen, ist allerdings noch nicht geklärt“, betont der Experte.

Quelle: pressetext.deutschland (Johannes Pernsteiner)

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