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Epidemiologe Karch: Dauerhafte Kontaktbeschränkungen nicht sinnvoll

Archivmeldung vom 06.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Aktuell sind 99,668 % aller Menschen in Deutschland NICHT gesundheitlich von Corona betroffen. Ist das eine Pandemie? (Symbolbild)
Aktuell sind 99,668 % aller Menschen in Deutschland NICHT gesundheitlich von Corona betroffen. Ist das eine Pandemie? (Symbolbild)

Bild: Jens aus Rostock / Eigenes Werk

Der Leiter der Klinischen Epidemiologie am Universitätsklinikum in Münster, André Karch, hat den dauerhaften Einsatz von Kontaktbeschränkungen kritisiert. "Die Kontaktbeschränkungen, die wir gerade sehen, sind in bestimmten Phasen leider als letzte Strategie notwendig. Sie sind tatsächlich auf Dauer nicht umsetzbar und nicht sinnvoll", sagte der stellvertretende Institutsdirektor dem Nachrichtenportal T-Online.

Um solche Maßnahmen zu vermeiden, müsse Deutschland vor allem bei der Nachverfolgung und Isolierung infektiöser Menschen besser werden. Wann Corona-Maßnahmen aufgehoben werden können, sei noch nicht absehbar. Zirkulierende Mutationen des Erregers machten die Verbreitung derzeit deutlich einfacher.

"Die Impfkampagne wird nicht der limitierende Faktor dafür sein, wann bestimmte Maßnahmen gegen die Infektionsausbreitung auf Bevölkerungsebene zurückgenommen werden können", so der Epidemiologe. Er appellierte an die Bevölkerung, auch den Impfstoff von Astrazeneca ernst zu nehmen. "Die Schutzwirkung ist tatsächlich niedriger als bei den anderen beiden zugelassenen Impfstoffen, sie ist aber immer noch sehr gut." Im Übrigen geht André Karch davon aus, dass ähnlich wie bei Schutzimpfungen gegen andere Erreger, eine regelmäßige Auffrischung der Corona-Impfung nötig sein wird. "Es ist nicht anzunehmen, dass die Corona-Impfung eine ist, die uns für unser restliches Leben vor diesem Erreger schützt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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