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24 Grippetote in Sachsen-Anhalt

Archivmeldung vom 18.01.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Beerdigung (Symbolbild)
Beerdigung (Symbolbild)

Bild: Martina Taylor / pixelio.de

Sachsen-Anhalt erlebt eine so schwere Grippewelle wie seit Jahren nicht mehr. Laut Daten des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAV) hat sie bisher 24 Menschen das Leben gekostet. Ab September bis zur zweiten Januarwoche gab es etwa 17.500 gemeldete Influenzafälle. "Die Grippewelle liegt auf einem unglaublich hohem Niveau. Sie hat früher begonnen und die Verläufe waren deutlich schwerer", sagt Gunther Gosch, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

"Wir dachten, dass wir 2017/18 in Deutschland eine schwere Welle hatten, aber diese hier übertrifft das bei weitem." In der ersten Woche nach den Ferien seien die Zahlen nun zwar langsam rückläufig. "Aber wenn wieder viele Kinder in den Schulen zusammen treffen, kann sich das ändern."

In Sachsen-Anhalt gab es in den vergangenen beiden Jahren keine Grippetoten, 2020 starben 20 Menschen an der Erkrankung. Die Welle war 2020/21 ausgefallen, 2019/20 wurden rund 7.000 Fälle gemeldet, in der Saison vor der Pandemie etwa 11.000.

Aktuell gehen die Fallzahlen zurück. Laut LAV wurden in der letzten Dezemberwoche noch 900 Influenza-Infektionen gemeldet, in der ersten Januarwoche waren es 560. Auch das RS-Virus hatte ungewöhnlich viele Kinder getroffen. "Bei den Kleinkindern bis vier Jahre steigen die RSV-Infektionen jetzt wieder an", so Gosch. Corona spiele dagegen eine untergeordnete Rolle. Er geht davon aus, dass die laufende Grippewelle länger andauern kann.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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